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Segeln Niederlande II

 31 Farbfotos, vom August 1998, als JPG Bilder. Gesamtgröße ca. 0,7 MB. Ladezeit (ISDN) ca. 1,5 Minuten

(siehe auch [Segeln] -> +Leben an Bord+ für Hintergrundinfos zum Segeln)
(Für mehr Bilder: siehe auch Segeln Niederlande I - Reise 01)   

(Infos um selbst eine Reise in den Niederlanden zu planen:  +Segeln in den Niederlande+)
 

Es gibt über 300 traditionelle Lastsegler in den Niederlande und etliche hundert kleinerer Segelboote und neuere Yachten die auf den eng vernetzten weitläufigen Wasserwegen, Kanälen, Seen, Binnenmeeren, Wattengebieten und Flüssen umherfahren. Die Niederlande läßt sich somit per Schiff einfacher bereisen als mit Auto und viel umweltfreundlicher und interessanter noch dazu.



Hier hat ein Segler an einem recht einsamen Steg in der Nähe einer wichtigen Verbindungsschleuse fest gemacht. Das ständige Säuseln der gigantischen Windräder stört hier niemand und auch das surren des Windes in Segeln un Takelage ist kein Ärgernis sondern eher ein Anlaß zur Freude ... denn es bedeutet: Endlich wieder Segeln, endlich wieder Urlaub.


 

Daß aus dem leichten Säuseln oft ein gewaltiges Brausen werden kann mag man an diesen Bildern erahnen. Eigentlich sind die Niederlande ein sehr ruhiges Segelgebiet. Dadurch daß es sich hier trotz der weitläufigen Wasserwege nicht um ein offenes Meer handelt, kann der Wind hier keine so großen Wellen auftürmen und die Windkraft trifft einen auch nicht mit voller Stärke. Um die großen schweren Segler deutlich zur Seite zu neigen reicht es aber und es bringt die Schiffe weitaus schneller als gewohnt zum Ziel. Diese Tage sind es die interessante Abwechslung in einen Segelurlaub bringen, die einen aber auch dankbar sein lassen daß man seine warme, wasserdichte Jacke und Hose mitgeschleppt hat. 

Ansonsten geht es eher beschaulich und gemütlich zu, was nicht heißen soll daß es langweilig wäre. Es ist ein bischen wie Fernsehen ohne Fernbedienung und alles geht ein bischen langsamer. Da gibt es andere Segelr die vorbei komen oder so interessante Boote wie das rechte, welches nur wenige Zentimeter über das Wasser hinausragt (ein Beweis dafür wie ruhig das Niederländische Segelgebiet zumeist ist) oder es steigt der Skipper am Mast hoch ume in gerissenes Stahltroß zu reparieren, während ihn nicht nur die neugierigen Blicke der Gäste sondern auch die der hier frech herumsitzenden Spatzen begleiten.


Zwei Klipper die gerade dabei sind ihre Segel einzuholen um in den Hafen von Enkhuizen einzlaufen. Obwohl es Schiffe in der Größenordnung von 10 bis 35 Personen zu mieten gibt, reicht das manchmal und für einige Gruppen nicht aus. Dann hat man die interessante Möglichkeit mehrere Schiffe zu chartern welche dann nebeneinander herfahren oder sogar auf See ein Päckchen bilden können und so zu einem kleinen schwimmenden Erlebnispark werden, wenn man von Schiff zu Schiff hüpft.

 


Die Highlights vieler Reisen sind dennoch die Sonnenauf- bzw. -untergänge. Sei es nun in einem Hafen vom Hügel einer Insel, am Stand oder eben trockengefallen im Watt. Die Eindrücke die sich einem hier bieten, werden meist nur auf dutzenden Fotos sondern auch im eigenen Gedächtnis dauerhaft konserviert.



 
 


 
Ein Schiff trockengefallen in der Einsamkeit einer Sandbank mitten im Wattenmeer und rechts einige Sparziergänger in diesem großen Flachen Land das immer nur für einige Stunden erscheint um dann wieder zu verschwinden.





 

 Mit den Wehenden Fahnen im Masttop sehen die Schiffe im rot des Sonnenunterganges manchmal fast aus wie aus einem der Kolumbus-, Entdecker- oder Piratenfilme. Die Bauart ist dennoch eine recht verschiedene, denn obwohl es sich bei den Schiffen um traditionelle (original) alte Segelboote handelt sind sie mit ihrem Baujahr meist schon deutlich nach 1900 anzusiedeln. Eine Zeit in der metallene Schiffsrümpfe und modernere Bootskonstruktionen kein Geheimnis mehr waren. Trotzdem handelt es sich bei den Booten um keine Kielboote, was jedoch den praktischen Grund hat, daß die meisten Wasserstraßen schlichtweg nicht tief genug sind. Somit sind die Schiffe ausgesprochen schlecht für die ruppige Hochsee geeignet und müssen sich stets im Schutz von Festland und Watteninseln bewegen.

Und so schön und eindrucksvoll das Segeln auch wirklich ist (auch wenn die Bilder dies nur sehr begrenzt vermitteln können) so ist doch anzumerken, daß es sich dabei natürlicht nur um einen Teilaspekt des Urlaubs handelt. Ein schwimmendes Schiff ist immer auch ein Ferienhaeuschen, nur eben eines das jeden Tage eine ganz neue Umgebung hat die es zu erkunden gilt. Ein paar Eindruecke von den NiederLANDE gibt es deshalb in einer der nächsten Reisen und auch wenn man Berge und Täler hier vergeblich suchen wird, so hat die Niederlande lanschaftlich doch einiges zu bieten.



 

 


 

(Infos um selbst eine Reise in den Niederlanden zu planen:  +Segeln in den Niederlande+)

(siehe auch [Segeln] -> +Leben an Bord+ für Hintergrundinfos zum Segeln)
(Für mehr Bilder: siehe auch Segeln Niederlande I - Reise 01)   


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