EXPO - Teil 3 - Pavillions
Besonders die Pavillions waren derart vielfältig und vielschichtig, dass es praktisch unmöglich ist, alle zu besuchen (auch dem Fotografen), zumal die Wartezeiten oft auch nicht allzu gering waren. Somit ist diese Aufstellung hier auch sehr unvollständig. Vieles wiederholte sich auch. Videoprojektionen und Infoterminals, die einem nebe wichtigen Eckdaten des Landes auch immer eines verrieten: "Unser Land ist schön, toll und besuchenswert. Kommen Sie und machen sie unbedingt Urlaub bei uns!" Nicht das ich das nicht glaube, aber nach fünf, sechs solchen Eindrücken stumpft man da doch etwas ab. Somit waren eher die witzigen Gags und Einfälle, aber auch die bemerkenswerten Ausstellungsstücke, der einzelnen Länder das interessante, das man gerne in Erinnerung behält.
| Gut, es hat sehr viel geregnet, während der Expo-Zeit. Der verregnete
Sommer schlechthin, was das Expo-Erlebnis nicht gerade verbessert hat.
2 Stunden vor einem Pavillion stehen, im pladdernden Regen, nur um dann
drinnen durchgeschoben zu werden, sich einen Abzuschwitzen und hinten wieder
raus in den Regen gedrückt zu werden. :-)
Nein, aber im Ernst: Das hier ist natürlich der Isländische Pavillion. Der große blaue Würfel, an dessen halbtransparenten Folienwänden das Wasser herunterlief, und das auch ohne Regen. Ursprüglich war übrigens geplant gewesen, dass der Geysir in der Mitte des Würfel hochspritzt, durch ein Loch in der Decke hinausschießt und dann das Wasser oben und aussen am Würfel wieder herunterläuft. So stand es zumindest noch im Expo-Führer. Einer der vielen Beweise dafür, wie nutzlos dieses Ding war. Das wirklich wichtige war der Gelände-Plan. Der Führer aber erklärte einem nur Banalitäten, die man sich auch hätte denken können, oder die falsch waren. Die wirklich wichtigen Sachen standen nicht drinn. Grund war vermutlich, dass zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses sehr viele Details der Gebäude noch garnicht abzusehen waren. Somit fehlen natürlich leider korrekte Bilder, klare Bewertungen und Inhaltsangaben und Informationen wie maximaler Besucherdurchsatz pro Stunde und durchschnittliche Wartezeiten. Solche Dingen fanden sich dann viel besser auf aktuellen Internetseiten. Auf der Expo selbst waren solche Eckdaten aber sogut wie nicht erhalten. Schade war aber, dass auch die diversen Expo-Bildbände usw. offenbar bereits Monate vor dem Beginn gedruckt waren. Denn auch hier fehlten wichtige Details und aktuelle Fotos vom Gelände, aus den Ausstellungen und von den Pavillions. Man musste sich hier mit Skizzen, Entwürfen und Baustellenphotos begnügen. Alles andere als clever und befriedigend. Klar dass man auf solcher Ware im allgemeinen sitzen geblieben ist. |
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Hier im inneren des Würfels. Aussen wendelte sich ein Laufsteg empor. In der Mitte war am Boden eine kreisförmige Videoprojektion zu sehen, die Luftaufnahmen eines Islandüberfluges zeigte. Am Ende jedes Durchlaufs sah man einen Geysir, der dann auch prompt ausbrauch und tatsächlich im Würfel bis fast unter die Decke schoss. Ganz nett, vorallem wenn man es vorher nicht geahnt hat. |
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Umsäumt war die Szenerie durch diverse Nischen mit Infoterminals, durch die man sich hätte stundenlang durchklicken können. Ganz interessant aber eigentlich zuviel. Aber man konnte sich hier wenigstens interaktiv aussuchen was man gerne wissen und sehen wollte. Insofern keine schlechte Idee. Ich will aber nicht wissen wieviele zichtausend solcher Infoprogramme entstanden, wieviele Bilder dafür gemacht und Videos dafür gedreht wurden. Ein riessiger Aufwand. Schade dass man diese ganzen vielen Sachen nicht auf CDs mitnehmen konnte (z.B. in den Pavillions gegen 3 DM Schutzgebühr) um es in Ruhe daheim nochmal anzuschauen und zu betrachten. Hab ich aber nirgends gesehen. Tausende von Infos und Videos wurden somit für die Datenmüllhalde produziert. Schade! |
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Hier der Pavillion von Venezuela. Wenn es denn mal nicht geregnet hätte, wäre das Dach, fast wie ein Blüte, geöffnet worden.Aber auch so eine interessante Konstruktion. Bei kalter Witterung aber etwas zugig und kalt. |
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Hier eine Aussenansicht, direkt vom Rand des Pavillions, mit Blick zum Mexikanischen Pavillion hinüber. Und da gehts jetzt gleich als nächstes hin. |
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| Der Mexico Pavillion mutete fasst wie eine Telekom-Werbung an. Rosarote
Würfel. Innen ganz nett, aber auch teilweise etwas komplizierter als
es notwendig gewesen wäre. Am Besten kam allgemein noch die Malecke
an. :-))
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Ganz am Ende stand diese interessante Ausstellung mit Bildern und Videoschirmen. Sieht fast aus, als ob es eine nett layoutete Broschüre wäre. Dieser Raum wurde an der einen Ecke aber offenbar nicht 100% fertig, denn er verliert sich plötzlich in einem halben Rohbau. Ein Schicksal, das viele Bereiche der Expo wohl getroffen hat. Die unfertigen Stellen wurden dann mehr oder minder gut kaschiert. Improvisiert werden musste sowieso, denn so genau wusste wohl keiner, wie sich Menschenmassen und Interesse verteilen würden. |
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Hier der deutsche Pavillion. Er gliederte sich in 3 Teile. Zuerst wartete
man im Vorbereich, der mit riessigen Köpfen (rechts) von bekannten
deutschen Persönlichkeiten geziert war. Das fatale: Wenn man glaubte
nach all der Warterei schon "drinnen" zu sein, stand man hier nochmals
gut und gerne 20 bis 40 Minuten.
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Am Ende kam man in die Halle mit dem Baum des ... äh Wissens ...
oder? Aufwendig auf jeden Fall. Alles möglich drehte sich .. auch
die Videobildschirme. Darunter die "Errungenschaften" der deutschen "Wertarbeit".
:-))
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| Der Niederländische Pavillion. Leider teilweise in recht schlechtem
Licht ... also jetzt rein optisch gesehen. Ansonsten war der Pavillion
nett anzusehen und gut besucht. Sogar sogut, dass man nicht das Bedürfnis
hatte sich da auch noch durchzuquetschen. Man sah ja auch von Aussen viel
genug.
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Lustige Spiele zum Mitmachen, Kunstwerke zum ankucken und anfassen. Der Schwedische Pavillion war eher klein, aber man musste selten Anstehen, es gab keine einführende Multimediashow und alles war hier auf nette Weise irgendwie anders. Somit ein Higlight im sonstigen Einerlei. |
Auch hier gab es in einem Nebenraum einen Film, aber das ganze war lediglich ein "normales" Kino in dem man kommen und gehen konnte wie man wollte und der Film bestach nicht durch Technik und Impressionen, sondern durch seine überaus witzigen, international verständlichen Gags. Ebenso ein echtes Highlight! |
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| Das Dings da war gleich neben drann .. ich weiss garnicht genau ob es zu irgendeinem Pavillion gehörte oder nicht. Sah auf jeden Fall witzig aus. Eines der Beispiele für die vielen Kleinigkeiten am Rande der grossen Attraktionen, die den Besuch der Expo so interessant machten. | ![]() |
| Der Eingang am Pavillion zu Irland. Der Pavillion war so naja. Infoscreens
und Projektionen im Wesentlichen. Nicht gross, nicht besonders sinnig und
erschien auch so, als ob er nicht ganz fertig geworden wäre.
Aber die Schafe am Eingag waren Klasse. Witzig blöckend und mähend. Ein witziger Gag. Was das mit Irland zu tun hat?? Na, die konnten keine Menschen abstellen, die hatten nur Schafe frei, weil in Irland gibts mehr Schafe als Menschen. |
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Der Pavilion von Estland. Kleine wellenförmig wippende Bäumchen, die von unten aussahen wie Karrotten. Unten liefen die zugehörigen Stahlseile durch den Pavillion durch und bewegten unter dem durchsichtigen Boden soetwas wie Eisschollen. Fragen sie mich nicht was das soll. Ganz nett eben. Drinnen wars nicht allzu spannend. Das übliche halt. Aber ein Flügel stand dort herum, an dem sich jeder bedienen konnte und wenn man glück hatten fanden sich ein paar Besucher, die ein Liedchen trällerten, wie hier die zwei Mädels, die das Titanic-Lied zum Besten gaben. |
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Arabischen Emirate ... nein nein, nur der Pavillion. Aber mit echtem Wüstenrand drumherum, und echten Kamelen und richtigen Palmen. Ein schöner Anblick von Aussen. |
Drinnen wars jetzt aber eigentlich auch nichtmehr soviel spannender. Das Gebäude ist zum Großteil nicht behebar und besteht zur Hälfte aus einem Shop und einer Hänna-Malerei. |
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Diverse Impressionen rundherum und überall. Links oben .. hmmm.
ja was war dieses. Keine Ahnung. Auf jedenfall eine nette Mulde, in der
sich zahllose Ausstellungsstücke, fast wie in einer Ausgrabung aufreihten
und von oben schön zu überblicken und in der Nacht schön
beleuchtet waren.
Links einige afrikanische Pavillions. Im Hintergrund der Postwürfel. Oben der Wasserfall im Pavillion von Norwegen. Daneben der Holzpavillion der Schweiz und dahinter ragt der Pavillion der Niederlande empor. |
Der Schweizer Pavillion von Innen. Ein Holzlabyrinth zum Verlaufen. Wer hätte schon gewusst, dass die Schweiz ein wichtiger Holzlieferant ist. Darin wieder die obligatorischen Projektionen, diesmal irgendwelche Verse. Der Trick: Im Pavillion spielten Musiker die zu einer bestimmten Zeit für eine Minute aufhören zu spielen und dann weiter machten. Keine Ahnung was das sollte und beobachten konnte ich es live auch nie. Es schien wohl nur zeitwillig aufgeführt zu werden. |
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Hier de Kanadische Pavillion. Zuerst eine aufwendig gestaltete Halle, welche die vier Jahrzeszeiten in Kanada darstellte. Unter dem Glasfussboden fluss ob etlichen Monitoren ein virtueller Fluss. |
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Dann folgte eine Multimedia show in einem runden Raum mit diversen Projektionswänden und einem Springbrunnen in der Mitte. |
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Danach ein allgemeiner Ausstellungsbereich, in dem auch die obligatorischen
Infoterminals fanden, aber auch Exponate aus dem Leben und der Touristik
von Kanada.
Somit war Kanada ein Prototyp des typischen Expo-Pavillions. Zuerst draussen eine Weile anstehen, dann en Block Einlass. Drinnen zunächst eine Vorausstellung durch die man durchwanderte, bis hin vor einen Videopräsentationsraum. Dort wartete man auf Einlass. Dann war begann eine kurze Multimediapräsentation. Danach konnte man in einem Nachausstellungsbereich noch so lange herumfalnieren und kucken wie man Lust hatte. |
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| Ein Kunstwerk zum Thema Bewaffnung/Entwaffnung. | Ein etwa 2m x 2m x 3m grosser Quader, der scheinbar nur aus zusammengeschweissten Waffen und deren Munition zu bestehen schien. Na wenn da mal nichts lostgeht. :-) |
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Hier oben und links, der UK-Pavillion, also im Volksmund "der britisch"
bzw. "der englische" Pavillion, obwohl das ja nicht ganz dasselbe ist.
Ganz schön gemacht und überall nette Schaukästen mit wirklich interessanten Erfindungen und kelinen Errungenschaften. Zum Beipspiel Spezialpapier, das man normal bedruckt, zum Beispiel mit Linien Grafiken, dann erhitzt und das dann genau auf den ganzen Linien eine Auswölbung zeigt. Dadurch lassen sich einfach fühlbare Diagramme für Blinde anfertigen. |
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Oben die zwei Bilder mit den vielen Menschen, ist ein netter Gag im
belgischen Pavillion. Dort kommt man im Halbdunkel in einen Raum, in dem
schon ziemlich viele Besucher dichtgedrängt und leise stehen und andächtig
auf etwas kucken, das man nicht so genau sieht, weil ja alle Leute im Weg
stehen. Man wäht sich zunächst an einer spannenden Stelle in
Mitten einer Aufführung oder Präsentation und will nicht stören
oder drängeln, bis man langsam bemerkt, dass hier fast nur Schaufensterpuppen
stehen und kucken. Der Effekt trifft jeden Besucher aufs neue. Man kann
mit ansehen, wie sie etwa 20 bis 60 Sekunden brauchen um zu realisieren,
dass es da nichts zu kucken gibt und sie die Situation völlig falsch
eingeschätzt haben.
Links wieder eines der obligatorischen Infoterminals. Sehr schön
im Design. Vielleicht in Zukunft auch vermehrt für Eingangshallen,
Wohnhäuser und Wartebereiche anzudenken. Gibts eigentlich eine Firma
die sowas produziert?? Expo- und Präsentations-Bedarf und -Zubehör
AG?
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Hier die Kokonförmigen Wellen, des Japanischen Pavillions, der angeblich fast nur aus Papier gefertigt war. |
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Hier die Cycle Bowl. Darin war die Hauptattraktion ein kleiner Tornado
der alle 45 Minuten entsteht. Ich hab viele getroffen, die auf den auch
nichtmehr warten wollten, zumal sie vor dem Gebäude vorher schon 2
Stunden zugebracht hatten.
Aber auch von aussen fand ich das Gebäude sehr nett. Natürlich ist das aber eigentlich kein klassicher Länderpavillion. Aber solcherlei Zwischenformen gabs ja eine ganze Reihe. |