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EXPO - Teil 2 - Themenparks


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Um es gleich vorwegzunehemn: Bilder vom Planet 21st Century und Planet of Vision fehlen hier, weil der Autor erst keine Lust hatte sich 1 Stunde anzustellen und dann gegen Ende der Expo auch erst Recht keine Lust hatte sich 5 Stunden anzustellen und sich lieber alles mögliche andere gute angeschaut hat, wo man sofort rein kam, kein Gedrängel war und die Erbauer sich auch ganz viel Mühe gegeben haben.


Das ist der Wartebereich der Themenpark "Arbeit", "Wissen", "Mobilität". Toll oder? Nix los. Der Wartebereich war eigentlich garkein solchiger. Ein verkanntes Kunstwerk?
Der Wissenstunnel. Nette Idee, Aussage (mal wieder) fragwürdig. Es gab einzelne Abschnitte in den Videos liefen, Schaubilder und Texte zu sehen waren. Die meissten Texte waren aber nicht ganz einfach zu lesen und waren erst bei näherem Hinsehen zu entdecken. Die Bedeutung vieler Bilder konnte man nur Raten. Das ganze erschien somit mehr wie avantgardistische Kunst und weniger eine Wissens-Lektion. Sollte es wohl auch. 

Aber dann fragt man sich: Soll das bedeuten, das Wissen in unserer Gesellschaft vorallem einen künstlerischen oberflächlichen Eindruck bei den Leuten hinterläßt und kaum einer wirklich versteht um was es dabei geht und was es bedeuten soll?

Die aufgegriffenen Wissenthemen legten diesen Verdacht nahe: Hier ging es um Bereiche wie Genforschung und Teilchenphysik.

Also ganz nett, aber hier alles eingehend zu studieren nahm kaum einer auf sich.
 

Planeten? Atome? Sonnen? Lichter?

Auf jeden Fall sieht es nett aus.

Das Highlight des Themenparks "Wissen" und zweifellos ein Geheimtip der Expo.

In einer großen halbdunklen Halle fahren knapp 50 "Wissenskapseln" weitestgehend autark herum. Auf ihre weißen Körper projezieren sie dabei Formen, Texte, Bilder ... Wissen unserer Gesellschaft. Dabei zeigen die Kapseln ein sogenanntes "Schwarmverhalten" und agieren gemeinsam oder zumindest vage aufeinander abgestimmt. 

Dabei reagieren die Kapseln auf die Besucher, die zwischen ihnen herum irren und weichen ihnen aus. Untermalt wird die Atmosphäre von einer seltsamen akkustischen Kulisse und futuristischen, subtilen Geräuscheffekten. Dazu ändert sich die zwielichtige indirekte Beleuchtung ab und an. Die gesammte Kulisse durchläuft damit verschiedene Phasen von Ruhe über Hektik, Harmonie und Aggilität.

Das ist eine impressionistische Mehrfachbelichtung ...

nur damit der Betrachter nicht vollkommen verunsichert ist. :-)

Was will mir meine Wissenskapsel damit sagen??
Wirklich interessant wäre ja nun eine Wissenskapsel gewesen, die aus versehen die falsche Kurve kriegt und mit den Leuten mitfährt, gradewegs aus der Halle raus. Vielleicht ist eine von ihnen ja auch besonders anhänglich und rollt still und leise einfach einem Besucher hinterher. (Wir erinnern uns da nur mal an die anhänglichen VW-Käfer, a la Herbie oder DuDu, die ja nun auch nicht soviel anders aussahen.) Was würden wohl die Leute sagen, wenn auf einmal so ein Ding langsam, still und leise vorbeischleicht, gleichsam wie ein Stein in der Landschaft, der sich aber bewegt und dabei Augen und Herzchen auf seiner Hülle zeigt. "Na meine kleine Wissenskapsel, hast Du Dich etwa verlaufen .. äh verfahren?" Woraufhin die Wissenskapsel vielleicht ein trauriges Gesicht präsentieren würde, das leise nickt. Daraus könnte man dann lernen: Auch Wissenskapseln wissen nicht immer wos lang geht.
Und weiter nebenan, im Themenpark Mobilität.

Die größte Projektionsfläche von ... keine Ahnung mehr. Naja ganz nett. Rechts und links riesige halbdurchsichtige Spiegelfolien in die alles mögliche zum Thema Mobilität hineinprojeziert wurde. Schön, aber jetzt auch nichts wirklich neues.

Eine fast täuschend echte Strassenszene bei Nacht. "Huch schon dunkel?" Nein nein. und die meissten Leute waren auch nur Schaufensterpuppen. Ein Sammelsurium an Zukunftsvisionen rund um die Fortbewegung. Vorallem neue Fahrzeuge, vom Fahrrad bis hin zum Wasserstoff-Bus.
Tja, was war nun dieses?

Sateliten und Weltraumtechnik. Bei Mobilität? Nun gut.
Nicht nur Fortbewegung, sondern auch die Informationsvernetzung wurde hierbei betrachtet. Ganz nett, mutete aber eher wie eine Halle zu Astrophysik und Luft- und Raumfahrttechnik an. Auf jeden Fall gab es Sitzgelegenheiten und das war fast wichtiger. :-)
 

Sitzen konnte man auch hier. Themenpark Gesundheit. Ein zumeist halbdunkler Raum mit viel Projektionen, Lichteffekten und Geräuschkulisse, aber vorallem sehr ruhig und in dösig dämmrigen Halbdunkel, wie fast die ganze Expo. Aber diesmal mit bequemen, leicht schaukelnden Sesseln, die einen recht schnell in den Schlaf schaukelten. Gemeinerweise waren die Dinger so eingestellt, dass sie nach nur wenigen Minuten wieder in die senkrechte fuhren und man somit höflich aufgefordert war für die nächsten den Platz frei zu machen. Das war dann garnicht so nett.

In dem mittig vorne angelegten Gewässer konnte man übrigens leider nicht baden, sondern sich nur die Füße nassmachen, was wohl im halbdunkel auch regelmaessig jemand pasierte, weil da das Wasser wirklich fast nicht zu sehen war.

So wer blickt noch durch, durch die ganzen Themenparks??

Jetzt gehts in den Themenpark "Mensch", wenn ich mich nicht irre.

Der Mensch, was er ist, wie er lebt, seine Probleme, ...

Bewusstsein, Genetik, Statstik, ...

Gott und die Welt. :-)

Ein "kleiner" Ausdruck des menschlichen Gen-Codes (zumindest symbolisch, aber der Drucker druckte wirklich wie ein wilder). Der Mensch als Fernseh-Wesen.
Die "GEN CARD". Kritisch, aber nicht jeder hats verstanden. Man steckt eine der dort hängenden GEN Karten ein und identifiziert sich dadurch. Der Monitor zeigt einem alles mögliche über die genetischen Eigenschaften an.

Wer GATTACA gesehe hat, weiss vielleicht was ich meine:

Der Mensch identifiziert sich durch das was er ist: Sein Erbgut, seine genetischen Anlagen. Wer die falschen Anlagen hat, taugt nichts. Anonymität gibt es nicht. Man wird gläsern. Die Telefonzellenattrappe ist ein Vorgeschmack auf das was und zukünftig bei alltäglichen Dingen des alltags blühen könnte: Vollständige selbstoffenbarum.

Die Quintessenz: Man nehme den Datenschutz lieber höllisch ernst!

Ein Springbrunnen? Was hatte das gleich nochmal mit dem Thema zu tun ....

... welches Thema?? Na egal, aber es sieht gut aus. :-)


 
 
 
 
 
 
 

Eine lange Reihe von Trockenhauben. Ja ... ja und nein ... man liest beim trocknenen. Hier wir diese menschliche Stereotype ausgenutzt um Informationen über gesellschaftliche Themen und ihre Brisanz zu erläutern. In der Trockenhaube kommen (hoffentlich) statt "Heisser Luft" nur Fakten und in dem Magazin danben kann man die entsprechenden Hochglanzbilder durchblättern.

Man kann selbst wählen, ob man sich heute lieber unter die "Landminenhaube" oder unter die "Ausbeutungshaube" setzen mag.

Ein Blick von oben in die Halle.

Rundherum fuhr in einem kreisförmigen Tunnel noch die "Chemiebahn", zu der man wiederum anstehen musste und die einzig eine technisch stark verkomplizierte Ausstellung von einigen Molekühlen war. Warum man dazu eine solch komplexe Bahn brauchte?? Fragen sie mich nicht ... es sieht halt wohl besser aus. :-)

 

Hier der gleiche Blickpunkt. In der Mitte sieht man schön die einzelne Würfel mit den Abteilungen der Mensch-Ausstellung. Einzelne Facetten, in einen größeren Zusammenhang hineingewürfelt.
Der Laptop-Altar ...

Sehr schön ... aber was macht das nochmal im Themenpark Ernährung, in dem wir uns inzwischen befunden. Hmmm.....

Ich kann mich nichtmehr erinnern. Ich glaub während man die Expo besucht hört man irgendwas auf sich solche Fragen zu stellen. Man ist nur einfach beeindruckt von den tausenden von Impressionen. Man nimmt es hin ... und später dann ist es zu spät für irgendwelche Fragen.

Kein Steingarten, sondern ein Hirsegarten. (Nein nein ... das ist kein Sand.) Die edel anmutenden Ausstellungsvitrinen darin, zeigen laut Aufschrift verschiedenste kostbare Edelsteine. Tatsächlich sind es diverse Grundnahrungsmittel. Der Besucher braucht ein bischen, um das zu bemerken.

Weiter hinten war das Hirsebecken ein beliebter Ort um seine Schuhe auszuziehen und durch die Hirse zu waten. Sehr angenehm angeblich. Was ist die Moral von der Geschichte? Wir treten das Essen mit füssen und verunreinigen Lebensmittel, die eine Dörfer in Afrika mehrere Monate lang versorgen hätten können, nur weil es sich angenehm anfühlt. :-)

Dabei sollte die Gesamtausstellung im Themenpark "Ernäherung" eigentlich was anderes aussagen.
 

Unschwer zu erraten um was es hier geht: Konsum.

KAUF MICH!

Der Homo Konsumentus.

Eine massive Ansammlung an Produkten die alle gekauft werden wollen, gesammelt in einem Supermarkt, der auf den ersten Blick wie ein richtiger normaler Supermarkt wirkt. Auf den zweiten Blick ist aber alles übertrieben und alle Produkte sind aufwendig von Hand verfremdet.
 

Die sich selbst auffressende Konsumwelt?

Eine Legion von Staubsaugern saugt den Strom von bunten Produkten ein. Die Flut der Luxusartikel verkommt nach den Kassen des Supermarktes schnell zu großen Abfallhaufen. Dei Ausstellung wird somit zu einem Fluss, der symbolisch die Lebenszyklik eines Produktes aufzeigt.

Verflixt ... noch ein Themenpark ...

Wie hiess der gleich noch? Umwelt? Mensch? Bevölkerung??

Was lernt man daraus ... die Bilder bleiben ... die Details ud die Aussagen verschwimmen.

Eine nette Idee:

Eine Reihe von schwarzen Marmortischen, mit Kniekissen davor. Darauf Steine und Seidenmalpinsel mit Wasser. Man kann ein bischen Malen und dann trocknet alles wieder weg. Laut Beschreibung ein kleines meditatives Kunstprojekt, an dem die Besucher selbst teilnehmen können und sollen. Leider wrikte der geschlossene Kreis der schwarzen Tischchen so ausschließend, dass sich nur wenige rangetraut haben. Und nach 5 Stunden Themenparks hat man sowieso kaum noch Elan selbst aktiv zu werden, sondern läßt nurmehr die bunten Bilder durch die Köpfe rieseln.

Das Links diente irgendeinem Theaterprojekt am Ende des Themenparks zeitweillig als Kulissen. Genaues weiss man auch hier nichtmehr. :-)
 

Bevor man aber den Autor für völlig gedächtnisschwach hält:

Die hier gezeigten Bilder sind ja nur eine kleine Auswahl der Eindrücke, die man während eines (oder gar mehrerer) Expo-Besuches so aufnimmt. Die Bilder dann noch alle mit den genauen Themen und Aussagen zu verknüpfen fällt dan wirklich schwer. Fatal wird es dann, wenn sich ähnliche Titel wiederholen, die Aussage schwammig bleibt und alles auch noch in der selben grossen Halle untergebracht ist. Realistisch gesehen müsste man so etwa 14 volle Tage auf der Expo zubringen um sich sinnvoll mit allem zu beschäftigen. Dazwischen braucht man aber immer 1-3 Tage Pause, um Füße und Hirn zu erholen.

Der Mensch, seine Umwelt und seine Ressourcen. Zunächst geht man durch blau, blubbernde fliessende Gänge, um die sich herum Schwimmer, Fische und Geschirrwaschbecken zu tummeln scheinen, fast wie in einem seltsamen riesigen kunterbunten Aquarium. Natürlich alles wieder nur Videoprojektionen.
 


 

Danach begegnet einem ein Kunstwald ... ein durchaus wiederkehrendes Motiv auf der Expo .... und rechts ebenso wiederkehrend: Wärmebildkameras. Hier ein Selbstportrait des Fotografen.

Springbrunnen, Lichter, oben eine rundum Videoprojektion einer impressionistischen Szene. Die Tänzerin tanzt dort einmal um den ganzen Kreis herum, während sich die Szenen ändern und die vier Jahreszeiten durchlaufen werden. Untermalt wird das von Geräuschen, Musik, Lichteffekten und entsprechend angesteuertem Springbrunnen. Schön, aber irgendwie erinnert es einen, an all die anderen ähnlichen Installationen.

Einerseits schade: Hätte man alle ähnlichen Bemühungen lieber in eine einzige grose gigantische gute Inszenierung zusammengefasst, so hätte man sich als Besucher darauf konzentrieren können und wäre nicht von dem Einen zum nächsten Selben geeilt. Aber andererseits macht diese demokratische Vielfalt vielleicht gerade die Kunst aus und ausserdem verteilten sich dadurch die Besuchermassen auf viele sehr ähnliche Dinge. Somit brauchte man keine Angst haben irgendwo anders irgendwas ganzs aussergewöhnliches verpasst zu haben.


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