Hier ist der Erfahrungsbericht als kompletter Text (weitgehend) Bilder zu finden.
Kurzfazit: Chicago ist
auch im Winter eine sehr sehenswerte Stadt, auch wenn das Angebot natuerlich
etwas eingeschraenkt ist.
Wo liegt Chicago
Chicago liegt in Illionis
(wichtiges Wissen wenn man z.B. unter www.cnn.com das aktuelle Wetter nachschlagen
will) und liegt westlich des unteren Endes des Michigan Sees, relativ noerdlich
und eher in der Mitte der USA. Entsprechend herrscht dort eher Landklima
(warme Sommer, kalte Winter) und die Lage nahe dem See foerdert staerkere
Winde. Im Winter koennen sehr unangenehme Blizzards und kalte Winde auftreten.
Klima im Winter
Chicago ist aber eine durchaus
interessante Stadt, auch im Winter. Das Praedikat "Windy City" trifft dabei
zum Glueck nicht immer zu. Mit etwas Glueck liegen die Temperaturen nur
im Bereich von 0°C bis -10°C bei schwachem Wind. Damit laesst es
sich auch in der Naehe des Sees gut aushalten. Aber auch starker Schneefall
und Temperaturen unter -20°C bei starkem Wind sind moeglich. Dann bleibt
man am besten im Haus oder eilt nur hier und da mal schnell irgendwohin.
Kleidung
Es empfiehlt sich fuer den
Winter mindestens ein Satz langer warmer Unterwaesche, eine sehr warme
Jacke (daunen oder Skianorak) und Muetze und Handschuhe. Wer auf Nummer
sicher gehen will nimmt eine Wasserabweisende Hose mit (Skihose). Festes
warmes Schuhwerk mit gutem Profil ist Pflicht. Am Boden sammelt sich ein
froehliches Pottpourie aus Schnee, Matsch, Eis und Salz.
Salz
In Chicago wird viel ...
sehr viel ... gesalzt und gekalkt. Es bildet sich dann ueberall eine herrliche
Salzkruste. Die Buergersteige sind dadurch an vielen Stellen einigermassen
frei. An einigen Stellen (rund um den Sears Tower z.B.) werden die Gehwege
sogar geheizt (sofern die Heizung nicht schon wieder defekt ist).
Chicago-River und Michigan
See
Der See ist dennoch immer
noch Suesswasser und das duerfte als Grund vorallem haben, dass der Chicago-River
vor einigen Jahren im groessen Bauprojekt der USA veraendert wurde, sodass
er jetzt in die andere Richtung fliesst. Frueher floss der Chicago River
vom Missisippi in den Michigan See. Heute fliesst der Chicago River vom
Michigan See in den Missisippi. Grund fuer den Umbau war die hohe Gewaesserbelastung
des Sees. Heute ist der See wieder als sehr sauber anzusehen.
Baden
Entsprechend bietet sich
im Sommer die Moeglichkeit an dem langen Strand im Osten der Stadt ausgiebig
zu Baden, denn der Zugang zum See ist der Oeffentlichkeit hier uneingeschraenkt
moeglich. Angeblich eine grosse Ausnahme. Aber die Pflichtbewussten Amis
haben auch hier dem Spass Grenzen gesetzt: Zahlreiche Bademeister-Boote
passen auf dass man nur Badet und nicht etwas schwimmt (man könnte
ja ertrinken). Und nachts hat man den Bereich schnell zu verlassen, denn
dann kann ja keiner Aufpassen ob nicht doch jemand ertrinkt.
Eislandschaft im Winter
Im Winter macht das Baden
freilich wenig Sinn. Es treiben zumeisst groessere oder auch kleinere Eisschollen
auf dem See. Teilweise friert der See ueberwiegend zu. Die Eisschicht ist
dabei aber alles andere als verlaesslich. Am Ufer entstehen oft bizarre
Eisgebilde und es koennen sich mehrere Meter hohe Eiswaelle auftuermen
die interessante Eiszapfengebilde und Hoehlen formieren. Das ganze Gebiet
ist alles andere als ungefaehrlich. Eishoehlen und Ueberhaenge koennen
abbrechen, das Gebiet ist rutschig und wer erstmal im Wasser liegt kommt
an den hohen Eisklippen nichtmehr raus. Deshalb ist das betreten in weiten
Teilen auch (eigentlich) untersagt. Dennoch bietet es eindrucksvolle Impressionen.
Skate on State
Auch die Stadt selbst kann
im Winter ansprechend erscheinen. Alles ist weihnachtlich dekoriert und
der Schnee tuermt sich am Strassenrand in hohen Huegeln. Im Stadtzentrum
wartet zwischen den Wolkenkratzern das Skate on State auf einen: Eine Schlittschuhbahn
mit Musik, die auch nachts noch rege besucht ist. Ein imposantes Szenario.
Bei Tag & Nacht und in
der Dämmerung
Ist es wolkig oder schneit
es so ist der Sparziergang im Lichtdurchfluteten Haeusermeer der Innenstadt
ein besonderes Erlebnis. Von den Wolkenkratzern sieht man dann allerdings
nichtmehr viel. Sie verschwinden irgendwo im Nebel oder Schneetreiben.
Dadurch bekommt man aber eine ganz andere Groessenvorstellung. Der Himmel
ueber Chicago erscheint bei solchen Wetterlagen oft taghell erleuchtet.
Andererseits kann man auch
mal einen strahlend blauen Tag erwischen, der vorallem tagsueber und in
der Daemmerung seinen Reiz hat. Hier empfiehlt es sich im Bereich der Innenstadt
einmal im Bereich des Flusses unterwegs zu sein. Dort trifft man im Bereich
der Dearborn Street und der Michigan Avenue ein interessant beleuchteten
Bereich der durch die Schneise des Flusses auch einen schoenen Einblick
liefert.
Die großen Häuser
der Stadt
Andere interessante Gebaeude
sind sicherlich das Hancock Center und der Sears Tower, da sie (wohl auch
noch in einigen Jahren) mit die hoechsten Gebaeude der Welt sein werden.
Im Moment entsteht in Chicago wieder ein neues hoechstes Gebaeude der Welt,
das irgendwann 2002 fertig sein koennte (!) und den Sears um eine drittel
Laenge ueberragen soll. Von der Innenstadt aus merkt man von diesen Hoehenunterschieden
aber nichtmehr viel. Auch der Sears wirkt vom Boden direkt davor kaum groesser
als andere Gebaeude. Steht man direkt darunter scheint nur der oberste
Teil irgendwie ueber einen drueber zu kippen. Eine optische Taeuschung
die wohl daher ruehrt, dass man solche Groessen garnichtmehr richtig optisch
einschaetzen kann.
Aussichtspunkte
Will man von einem dieser
Gebaeude auf die Stadt kucken, so bieten sich Sears Tower und Hancock Center
an. Bei beiden gibt es spezielle Eingaenge fuer solche Besuche. Beim Hancock
ist oben eine nicht grad billige Bar, in der man ein paar Drinks nehmen
kann und dabei die Ausblick geniesst. Im Sears kann man fuer ca. 9 Dollar
nach oben fahren. Hier sollte man aber Wartezeiten von etwa 1 bis 3 Stunden
einrechnen. Man wartet dabei im Keller. Will man zum Sonnenuntergang hinauf,
sollte man bereits 2-3 Stunden vorher versuchen hoch zu kommen. Tueckischerweise
wartet man im Keller (!) und sieht so nichtmal wie es inzwischen draussen
aussieht. Die Warteschlangen bilden sich dabei vorallem HINTER (!) den
Kassen wenn man das Ticket schon bezahlt hat. Ab den Kassen wartet man
nochmal bis zu 2 Stunden! Das sollte einem klar sein! Also VOR Kauf der
Tickets nachfragen.
Skyline
Will man den Ausblick auf
die Skyline, so muss man sich am besten ein gutes Stueck aus der Innenstadt
heraus bewegen. Es bietet sich hier zum einen die Buslinie 22 oder 36 an,
die einen nach Norden an der Clark Street hinaus bringt. Etwa in Hoehe
North bis Armittage hat man einen schoenen (wenn auch auf einige Details
eingeschraenkten) Blick auf die Skiline. Man kann dann hier gleich in den
Park oestlich gehen und rund um die Lincoln Statue die zahlreichen Eichhoernchen
fuettern gehen. Aber auch von der Blue Line in Richtung O´Hare International
Airport hat man an einigen Stellen einen guten Gesamteindruck der Skiline.
Transfer zum Flughafen
Da man vermutlich sowieso
ueber O´Hare International anreisen wird, ist letzteres der bessere
Tip. Die Blue Line verbindet den Airport rund um die Uhr ausreichend gut
mit der Stadt. Eine einfache Fahrt kostet etwa 1 Dollar 80 Cent. Diese
sollte man bereits in ausreichend kleinem Geld bei der Ankunft dabei haben
um sich ein Ticket in die Innenstadt leisten zu koennen. Fuer die Rueckfahrt
zum Flughafen sollte man in jedem Fall eine gute Stunde einrechnen, egal
wo in der naeheren inneren City man ist. Es kann auf jedenfall mit etwas
Pech (und einigen durchaus moeglichen Verzoegerungen) um einiges laenger
dauern als man geplant hatte und auch der Flughafen selbst ist alles andere
als klein.
Fahrkarten
Fuer den laengeren Aufenthalt
empfiehlt sich eine Dauerkarte. Diese gibt es in vielen Varianten von einem
Tag bis 7 Tage und darueber hinaus. Die 7 Tage Version kostet 20 Dollar
(die 3 Tage Version 12 Dollar). Damit kann man alle oeffentlichen Verkehrsmittel
(ausser Taxis) frei benutzen und zwar vom Zeitpunkt der ersten Fahrt an
fuer die Dauer der Gueltigkeit des Tickets. In Bussen und an den Eingaengen
zu den U-Bahnen gibt es entsprechende Ticket-Lesegeraete. Dort schiebt
man das Ticket jedesmal rein und fertig. Das Ticket dabei senkrecht halten,
sodass man den gelben Pfeil unten am Ticket sehen kann und dann einfach
nach unten reinstecken. Genauso kommt es auch wieder raus. Dann kann man
rein.
U-Bahnsystem
Die grossen Linien (Blue,
Red, Yellow, Green, Purple, Brown, Yellow) fahren den ganzen Tag und auch
nachts, mindestens etwa alle 20 Minuten. Verzoegerungen und Unregelmaessigkeiten
sind normal, aber halten sich oft im Rahmen. Es gibt aber weder Ansagen
noch Anzeigen in den Bahnhoefen. Nach Blizzards bricht aber schonmal der
Ueberirdische Verkehr weitgehend zusammen. Der Busverkehr leidet darunter
natuerlich noch mehr. Buss gehen dabei sowieso nur tagsueber, bis in die
Abendstunden hinein. Dafuer fahren sie im allgemeinen wenigstens alle 10
Minuten ... zumindest theoretisch. Praktisch sammeln sich schonmal mehrere
Busse einer Linie hinteinander und hinterlassen dann natuerlich woanders
Luecken. So kann nach es einem nach einer halben Stude wartens passieren,
dass man dann an einer Haltestelle mit 2 Linien auf einmal so etwa 5 Busse
ankommen sieht: 3 von der einen Linie und 2 von der anderen.
Tips&Tricks im ÖPNV
Zu Beachten ist, dass das
Umsteigen mit Einzeltickets im allgemeinen etwas zusaetzlich kostet. Dazu
gibt es Transferkarten oder man benutzt die Dauerkarten wo das Problem
nicht besteht. Ausserdem sollte man unterscheiden zwischen verschiedenen
gleichnamigen Stationen verschiedener Linien. Selbst wenn zwei Linien gleiche
Stationsnamen haben so heisst das nicht, dass diese Stationen nahe bei
einander sind. Sie sind nur eben in der selben Strasse. Umsteigebahnhoefe
sind auf entsprechenden Karten gekennzeichnet. Umsteigen ist auf solchen
Transferbahnhoefen kostenlos moeglich. Die CTA (Chicago Transit Authority)
ist uebrigens der Name des Verkehrsverbundes. Zu erreichen ist das Angebot
im Internet unter http://www.transitchicago.com/
. Empfehlenswert sind vorallem die Stadtplaene: http://www.transitchicago.com/maps/systemmaps.html
Busfahrer
Die Busfahrer sind dafuer
sehr umgaenglich und sehr geduldig (auch hier gibt es Ausnahmen). Sie warten
auf heraneilende Passagiere und halten auch mal ausserhalb der Haltestellen.
Will man raus so zieht man am Besten an der ueber den Fenstern haengenden
Leine und steigt hinten aus. Wenn das gruene Licht angeht einfach die Tuer
aufdruecken. Einstieg ist nur vorne und immer nur nach Vorzeigen von Tickets.
Schwarzfahren wird hier also von vorneherein unterbunden.
Nachtleben & Ausweis
Auch unterbunden wird der
Einkauf von Zigaretten, Alkohol und der Nachtclubbesuch. Der "ID-Check"
ist die Regel. Geht man Abends weg oder kauft man ein, sollte man den Reisepass
also dabeihaben. Der Personalausweiss oder der Fuehrerschein reicht nicht
unbedingt. Ausserdem ist fuer den Einkauf von Alkohol und den Eintritt
in Nachtclubs ein Mindestalter von 21 vorgeschrieben (soweit ich weiss).
Den gruenen Zettel den man bei der Einreise vom "Immigrations-Beamten"
abgestempelt bekommen hat, sollte man dabei uebrigens vielelicht vorher
aus dem Reisepass rausnehmen, sonst ist er ganz schnell verloren.
Alkohol
Desweiteren gibt es sehr
strenge Regeln, was den Konsum von Alkohol angeht. Alkohol in der Oeffentlichkeit
zu trinken ist absolut taboo. Auch Alkoholische Getraenke in der Oeffentlichkeit
anzufassen oder rumzutragen ist offenbar verboten. Flaschen werden im Laden
deshalb gerne in die huebschen braunen Papiertueten verpackt. Bier im Karton
scheint auch in Ordnung zu sein. Im Auto duerfen solche Flaschen nur im
Kofferaum transportiert werden. Der Verkauf von Alkohol ist nach 1 Uhr
nachts in Illionis (soweit ich weiss) untersagt.
Shop around the clock
Andere Dinge kann man aber
rund um die Uhr einkaufen. Es gibt Seven11, die rund um die Uhr auf haben,
aber eher eine mittel gute Quelle sind. Fuer Alkoholika (bis 1 Uhr nachts)
gibt es die Liquor Stores. Auch viele Supermaerkte (Dominiks) haben bis
spaet nachts auf. Interessante Szenen spielen sich dann ab wenn im ansonsten
ausgestorbenen Supermarkt dutzende von Arbeitern die Regale einraeumen
und sich die leeren Kartons in den Gaengen stapeln. Es gibt aber auch Geschaefte
die nicht so lange aufhaben, wie wir z.B. beim Jewels erleben mussten.
Dafuer kann man in der Stadt aber tagsueber auch Sonntags in allen grossen
Geschaeften shoppen gehen. Wer was besonderes sucht kann man die "Antropologie"
ausprobieren. Liegt ca. 1200 bis 1000 N State auf der westlichen Strassenseite.
Ein wundervoll dekorierter Kramschladen, aber ziemlich gross. Alles an
ausgefallenen (und sinnlosen?) Geschenkideen, aufwendig aufgebahrt. Fast
alles dort (auch die Deko) ist theoretisch zu kaufen. Nur eben zu ueppigen
Preisen.
Lieber nicht ...
Es gibt einige Clubs, die
sollte man vielleicht von vorneherein meiden. Allgemein ist die Nachtclubszene
eher duerftig. Nicht zu empfehlen ist die Nachtclubmeile auf der Clark,
zwischen Dearborn und State. Zwar gibts hier viele, aber die sind eher
weniger gut. Noch schlimmer ist aber sicherlich das EXCALIBUR. Es sieht
von draussen aus wie ein Schloss. Der Eintritt ist mit 5 Dollar maessig.
Die Jackenabgabe (Jacket Check) kostet noch 3 Dollar und wenn man in den
1.Stock will, so kostet das nochmal 5 Dollar. Dauernd kommen Bedienungen
angerant, die einem "Shots" (Schnapsglaeser) aufdraengen wollen und auf
der Buehne laufen staendig so interessante Sachen wie "Shake your Ass"-Contests.
Musik laeuft nur unterbrochen von Ansagen des DJs (so ca. alle 5 Sekunden).
Auf zahlreichen Monitoren flimmert derweil ein buntes Potpourri an Sinnlosigkeiten
(alles von Golf, ueber Motorsport, Kriegsbildern, bis hin zu Basketball
oder Werbung). ... "Ich kann es nicht glauben ... ich steh in Chicago in
einem Club und kuck mir Flaechenbombardements und ekelhafte Kerle mit wackelnden
Aerschen an ... Ist das nun also Amerika?!?". Wer trotzdem hin will, weil
er im Club auf Ibizza noch nicht genug hatte oder der sowas mal sehen will,
der sollte sich als Kerl moeglichst "low-dressed" ankommen und als Frau
moeglichst etwas aelter, super ueberstyled und so angezogen wie 18 erscheinen.
Amoreuse Bekanntschaften NICHT ausgeschlossen.
Neo Futurists ... lieber
schon
Zu empfehlen ist aber das
Theater der Neo-Futurists. (siehe dazu auch http://www.neofuturists.org/).
Der Eintritt kostet 5-11 Dollar, je nachdem was man Wuerfelt. Das Theater
ist rustikal und ueberschaubar. Der Kontakt zu den Darstellern ist eher
hoch, trotzdem wird man als Publikum nicht ueberfordert. Das Programm wechselt
staendig. Insgesamt werden binnen 60 Minuten 30 Stuecke aufgefuehrt. Langweilig
wird einem kaum. Die Bandbreite ist gross und im allgemeinen sind die Szenen
ziemlich witzig. Das Publikum entscheidet mit, welche Reihenfolge der Szenen
erfolgt. Jede Woche kommen neue Stuecke hinzu und fallen andere Weg. Ist
man laenger in Chicago kann man also auch mehr als einmal frohen Mutes
hingehen. Die Vorstellungen sind meisst relativ voll. Es lohnt sich also
rechtzeitig da zu sein (keine Ahnung ob/wie Reservieren geht). Auch in
New York und auf Tourneen / Festivals findet man Neo-Futurists. Die Schaar
der Darsteller ist gross und wechselt laufend.
Blues Bars ... auch lieber
schon
Sehr zu empfehlen ist eine
der Blues Bars. In kleinen heimeligen Raeumen und einer familiaeren Umgebung
spielen hier markante Charaktaere auf, als wenn sie direkt einem Blues
Brothers Film entsiegen waeren. Jeder scheint da jeden zu kennen und waehrend
eines abends werden auch schonmal irgendwelche Gaeste auf die Buehne gebeten
und entpuppen sich als echte Blues Artisten. Irgendwo in der Gegend Station
Fullerton sind einige zu finden, die keine speziellen Namen fuehren, aber
durchaus einiges Bieten. Die genauen Orte sind mir aber entfallen. Im Gewirr
der Strassennamen.
Straßensystem
Allgemein ist das Strassensystem
von Chicago sehr simpel und hauptsaechlich rechteckig, streng nach Nord-Sued
bzw. West-Ost ausgerichtet. Alles beginnt bei der Ecke State-Madison. Alle
Strassen die nach Nord-Sued ausgerichtet sind heissen darueber "North"
und darunter "South" (also z.B. South-State suedlich der Madison oder North-State
noerdlich der Madison). Alle Strassen die westlich sind heissen "West"
und alle Strassen oestlich heissen "East". Jeder Haeuserblock umfasst dabei
100 Hausnummern. Hausnummern werden immer vor die Strassennamen geschrieben.
"2800 North Camebridge" waere also 28 Blocks noerdlich der Madison. Nicht
alle Blocks haben aber wirklich 100 Hausnummern. Viele Nummern sind also
unbenutzt.
Ausnahmen
Soweit sogut. Es gibt aber
Ausnahmen. Es gibt z.B. eine Strasse Namens "North" die zwar im Norden
liegt, aber von West nach Ost laeuft. Es gibt Strassen die auch mal quer
durchlaufen. Da wirds dann interessant. Nicht alle Strassen gehen wirklich
komplett durch. Einige existieren nur Abschnittsweise, z.B. die "North
Camebridge". Die hoert immer wieder auf und geht dann irgendwo anders wieder
weiter. Zusammen mit kleinen Nebenstrassen, diagonallaufenden Strassen
und Einbahnstrassen ist es dann sehr interessant die richtige Adresse zu
finden.
Plan und Reiseführer
Ein guter Stadtplan ist
also auf jeden Fall sehr zu empfehlen, aber auch der bietet einem nur einen
Detailausschnitt, vornehmlich von der Innenstadt. Gut fuer diesen engen
Innenstadtausschnitt ist z.B. die Polyglott Flexikarte von Chicago, da
sie recht Robust ist und alle wichtien Gebaeude mit Namen bezeichnet. Dadurch
kann man sich dann auch im Fuehrer einigermassen orientieren. Bei Reisefuehrern
allgemein hat man ansonsten fast immer das Problem, dass man zu einem interessant
aussehenden Gebaeude niemals so genau rauskriegt wie es heisst und was
es ist. Was fehlt in allen Reisefuehrern ist ein Bilderkatalog in dem man
suchen kann und der einen auf das Gebaeude verweisst. Oder man braeuchte
einige genau Gliederung nach Gebieten, Adressen etc. Sieht man aber ein
Gebaeude nur von Fern, so hilft einem eigentlich nur das betreffende Bild.
Auch allgemein zur Orientierung ist es sehr hilfreich wenn man markante
Gebaeude, Shops, Restaurants und Bilder der Gebiete, Kreuzunge und Haeuser
mit den betreffenden Strassennamen und Hausnummernbloecken verknuepfen
kann. An die Szene kann man sich naemlich oft noch gut erinnern, da viele
Gebiete sehr sehr unterschiedlich aussehen. Auf dem Stadtplan findet man
das dann aber alles trotzdem niemals wieder.
Straßenverkehr in Chicago
Wer am Verkehrsgeschehen
in Chicago teilnimmt (ob als Autofahrer oder Fussgaenger) wird schnell
merken, dass manches ein klein wenig anders laeuft als in Deutschland.
Ampeln stehen oft direkt hinter den Kreuzungen, statt wie bei uns davor.
Entsprechend haelt der normale Amerikaner auch gerne mal nach der Haltelinie
an. Es gibt in Chicago eine Sonderregelung: Abbiegen an roten Ampeln ist
generell erlaubt, ausser dies ist durch die Tafel "No Turn on Red" eindeutig
untersagt. Aufaellig ist auch, das die normalen Autofahreren weder Bussen
noch Krankenwaegen besondere Aufmerksamkeit schenken und somit beide nicht
besonders schnell vorankommen. Man hoert da auch gerne mal das Vorurteil,
dass die Leute in den USA nicht autofahren koennen. Ob das so ist mag ich
nicht zu sagen. Jedenfalls gibt es in der Innenstadt an vielen Kreuzungen
zusaetzlich zu den Ampeln nochmal Polizisten die zusaetzlich den Verkehr
regeln. Das erscheint manchmal seltsam, gelegentlich sinnlos und ab und
an verwirrend, aber selten nuetzlich. Damit soll wohl versucht werden die
grossen Kreuzungen nicht gaenzlich verstopfen zu lassen. Klappen tut das
aber trotzdem (gerade deshalb?) nicht immer. Auch ohne Polizei ist man
als Fussgaenger aber wenig bedraengt. Die meissten Autofahrer sind recht
zurueckhalten und geduldig. Dafuer wird aber auch mal grundlos gehupt und
wenn erstmal gehupt wird dann wird die Hupe aber auch nichtmehr so schnell
losgelassen. Eine andere Gefahr soll auch nicht unerwaehnt bleiben: Im
Winter und im Fruehjahr sind Chicagos Strassen ueppig mit Schlagloechern
gepflastert. Also kucken und bremsen. Manche sind mehr als tief.
Ribs & Pizza
Kulinarisch gesehen bietet
Chicago sicherlich auch einiges. Angeblich zu empfehlen sind die Ribs,
aber hier muss man zwischen Masse und Qualitaet unterscheiden. Gute Rib-Bars
sind eher selten und haben nicht immer besonders lange auf bzw. man muss
reservieren. Gut ist aber auch die Deep-Pan Pizza. Kaese ist hier Hauptbestandteil
und man sollte sich nicht uebernehmen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass
eine Medium Deep-Pan Pizza fuer ca. 2 bis 2,5 Leute reicht um sie satt
zu machen ... und man muss Kaese sehr moegen. Eine Pizza kostet dafuer
auch etwa 11-16 Dollar, aber ist ihren Preis wert. Ist man unsicher sollte
man sich vorher einmal die Pizzas ankucken oder gleich so planen, dass
man die Reste mitnehmen kann (oder gleich eine Mitnehmpizza ordern).
Fast Food
McDonnelds und Burger King
haben uebrigens keinen sehr hohen Stellenwert und werden eher von den "unteren"
Schichten besucht. Beide Ketten sind eher selten zu finden und oft ziemlich
leer. Das Angebot ist etwas anders und eher geringer. Dabei wurde McDonnelds
sogar in Chicago erfunden. Der erste Macy ist nun als Museum zu bewundern.
Wenn ueberhaupt sollte man auch noch eher einen Macy konsultieren.
Besser als Burgerschuppen
ist, aber z.B. "Johnny Rockets". Ein eher nostalgisch wirkender Schnellimbiss,
sehr amerikanisch, mit recht guten Burgern, wenn auch etwas teurer. Ich
vermute ihn (laut Gedaechtnis) auf der State, etwa 10 Blocks noerdlich
(also ca. 1000 N State) nahe RedLine Clark/Division.
Starbucks & Kariboo
Ueblicher sind da schon
Starbucks Coffee oder auch Kariboo Cofee. Zwei Ketten von Kaffeegeschaeften
in denen alle Arten von heissen Getraenken zu haben sind und daneben auch
einige sonstigen Artikel und Bakwaren. Andersherum ist es beim Donkin Donuts,
bei dem vorrangig Donuts verkauft werden, aber eben auch Kaffee und andere
Getraenke. Man sollte ruhig mal durchprobieren. Es gibt alles moegliche
und alles in drei Groessen. Dabei kostet einen so ein kleines Kaffeepaeuschen
aber immer locker 2-5 Dollar. Neben dem Supermarkt scheint Donkin Donuts
uebrigens die einzige Quelle fuer Donuts zu sein und ehrlichgesagt: Soviel
anders schmecken die dort auch nicht, als z.B.bei McDonnelds in Deutschland.
Supermarkt
Wer Selbstversorger ist,
der findet auch in den Supermaerkten ein grosses Angebot: Dominiks ist
hier die verbreitetste Kette, die zudem auch Bier fuehrt und CTA Dauerkarten
verkauft (soweit ich weiss). Alles gibt es natuerlich immer vorallem Low-Fat
und No-Fat und ueberall ist immer eine Nutrition Information drauf (sogar
beim Wasser). Einen Kanister Wasser mitzunehmen ist dabei empfehlenswert,
da das Chicagoer Leitungswasser scheinbar mehr Chlor als Wasser enthaelt.
Je nach Dollar Kurs ist alles freilich oft ein bischen teurer. Ist man
laenger in Chicago, sollte man sich unbedingt eine "Kundenkarte" des Supermarktes
oder Geschaeftes besorgen. Das dauert oft einige Tage bzw. man brauchte
eine Postadresse, aber dann kann man immer ca. 10-20% bei den Einkauefen
sparen mit dieser "Prefered Card". Produkte die man probieren sollte (wenn
einem sowas Spass macht) sind z.B. das gruene Ketchup von Heinz oder der
Spruehkaese. Orangensaft aus Riesenkanistern versteht sich natuerlich von
selbst. Als Bier ist "Rolling Rock" zu empfehlen und eine gute Alternative
zum verbreiteten "Miller light". Was man vergessen kann sind die veschiedenen
Geschmacksrichtungen von Kaese. Die schecken alle gleich und wirken wie
Modelliermasse.
Maßeinheiten
Kauft man ein so ist man
sofort mit den seltsamen Masseinheiten konfrontiert. Ich kann die auch
nicht alle auswendig. Ein guter Fuehrer hat die aber vorraetig, sonst sollte
man sie vorher mal recherchieren. Ueblich sind statt Liter die "Gallons"
(ca. 3,8 Liter), daneben werden FL und OZ (Unzen?) verwendet und als Temperatur
natuerlich F (Fahreneinheit) und als Strecke Miles. Grundsaetzlich ist
allso erstmal alles anders und dabei sind die Umrechnungen auch innerhalb
der amerikanischen Einheiten abenteuerlich und tragen nicht grade dazu
bei, dass man sich irgendwie besser orientieren koennte.
Bezahlproblematik
Das Bezahlen in den USA
ist zusaetzlich nochmal ein echtes Problem. Grundsaetzlich alles OHNE Steuern
aufgefuehrt. Die Tax die dann nochmal draufkommt liegt bei 5-25% ... manches
ist auch doppelt besteuert und dergleichen. Auf den Rechnungen ist das
dann zwar irgendwie aufgefuehrt, aber halt IRGENDWIE ... also unnachvollziehbar.
Im Supermarkt oder beim Essen kann man also nie so ganz sagen was es wohl
kosten wird. Zusaetzlich ist das Trinkgeld ein wichtiger unfreiwilliger
Bestandteil. Die Bedienungen leben von diesem Geld ... anders also als
in Deutschland. 10-20% Trinkgeld zu geben ist also absolut notwendig, will
man niemanden veraergern. Ab Gruppen von 6 Personen wird dabei sogar die
Gratuity gleich mit eingerechnet (im allgemeinen mit ueppigen 18%). Dafuer
braucht man dann nur noch weniger Tip zu geben ... oder kann es auch ganz
sein lassen. Erschwerend kommt aber hinzu, dass bei Gruppen niemals einzeln
abgerechnet wird sondern nur mittels Gesamtrechnung. Demzufolge muesste
man das Geld also zwischen einander wieder auseinanderrechnen. Faktisch
ist das durch nicht einzeln aufgefuehrte Preise (und undurchschaubare Steuern
und Trinkgelder) aber sogut wie unmoeglich. Sicherlich ein wesentlicher
Grund warum Kreditkarten in den USA so populaer sind. Man weiss eh nicht
wieviel man zahlt oder zahlen muss.
Bargeld
Ein weiterer Grund fuer
die Kreditkartensucht der Amerikaner, ist wohl das furchtbare Bargeld.
Bei den Muenzen sind nur die fast wertlosen 1 Cent Stuecke leicht erkennbar,
da sie aus Kupfer sind. Daneben gibt es drei silberne Muenzen. Das groesste
ist der Quarter (also 25 Cent). Das mittelgrosse ist das 5 Cent Stueck
und das kleinste ist das 10 Cent Stueck (der Dime). Das 5 Cent Stueck ist
dabei nur sehr klein mit seinem Wert beschriftet, der Dime ueberhauptnicht.
Da kann es schonmal passieren, dass man versucht mit 5 Cent Stuecken statt
mit 10 Cent Stuecken zu bezahlen und abgewiesen wird ohne zu verstehen
warum.
100 Cent sind dann ein Dollar
(was beim Chaos amerikanischer Einheiten garnicht so selbstverstaendlich
ist). Der ein Dollar schein wird gerne genommen und sieht im wesentlichen
genauso aus wie der 5 Dollar, 10 Dollar, 20 Dollar, 50 Dollar und 100 Dollar
Schein. Gleiche Farbe, gleiche Groesse, gleiches wertloses Papier. Das
hat zur Wirkung, dass man fast nirgends mit 50 oder 100 Dollar Scheinen
bezahlen kann. Die Begruendung ist im allgemeinen erlogen und lautet: "Das
ist Falschgeld". Tatsächlich wollen die sich nur nicht mit dem grossen
Geld rum ärgern oder haben Angst dass es eben vieleicht doch Falschgeld
sein könnte. Faktisch besteht die Waehrung also nur aus 1,5,10 und
20 Dollar Scheinen. An den Geldautomaten bekommt man auch nur 20 Dollar
Scheine und muss in Summen zu 20 Dollar abheben.
EC-Karten
Mit einer ueblichen EC-Karte
mit dem "Maestro" Logo kann man zusammen mit seiner Geheimzahl von sehr
vielen Automaten abheben. Diese sind mit "ATM" bezeichnet und stehen so
ziemlich ueberall herum. Es wird aber empfohlen nur bei grossen Banken
diese Geraete zu benutzen. Wirklich sicher ist auch die EC-Karte nicht
und ein unserioeser Automat kann eine Karte leich auslesen, kopieren und
nach der eingabe der Geheimzahl dann unbefugten Missbrauch treiben. Suspekt
also, wenn einmal ein Automat die Auszahlung aus "technischen Gruenden"
verweigert. Es empfiehlt sich spaeter daheim das Konto genau zu checken.
Noch unsicherer sind aber die Kreditkarten. Sicher waere allenfalls genug
Bargeld mitzunehmen, aber auch das kann man kaum immer ganz sicher verwahren.
Von Traveler Checks und dergleichen ist auch eher abzuraten. Die Eintauschstuben
sind schwer zu finden und erheben ebenfalls Gebuehren.
Tourismusinformation
Wer noch nicht weiss welche
Museen er besuchen will sollte am Cultural Center vorbeischauen: East Randolph
Street - South Michigan Avenue. Von der Randolphstreet aus geht man hinein
und dann findet sich gleich links ein Raum mit der Touristeninformation.
Dort gibt es wichtige Infos, Broschueren und einige kostenlose Karten (vorallem
auch vom CTA). Wer die volle Muesumstour machen will findet dort auch Infos
zum "Touris Pass". Damit kann man fuenf grosse "Attraktionen" fuer etwa
die Haelfte des ueblichen Geldes bewundern. Lohnt sich aber nur wenn man
auch alle abklappert.
Studentenermäßigung
Wer Student ist bekommt
bei vielen anderen Attraktionen und Mueseen ermaessigungen mit einem internationalen
Studentenausweis. 3 Dollar muss aber trotzdem mindestens rechnen. Wirklich
gewinnbringend ist ein internationaler Studentenausweis also nicht unbedingt,
da die 18 DM dafuer auch erstmal wieder reingeholt werden muessen. Er empfiehlt
sich vorallem fuer Vielbesucher. Wer wirklich sparen will kann versuchen
die Museen an den Tagen zu besuchen an denen sie kostenlos sind. Solche
Angebote gibt es fuer eine ganze Reihe davon. Die Tage sind dabei im allgemeinen
recht unterschiedlich. Manche sind Dienstags, manche Mittwochs, manche
Donnerstags frei. Die einzelnen Ausstellungen, Museen etc. sind alle mehr
oder minder interessant. Vom Hocker gehauen hat mich nichts, aber alles
ist irgendwie eine nette kleine Bereicherung. Da die Ausstellungen aber
immer wieder wechseln mag ich hier garkein Urteil darueber abgeben, was
man unbedingt anschauen sollte und was nicht. Fuer Kinder jedenfalls (sofern
sie auch englisch verstehen) ist das Field Museum ganz nett aufbereitet.
Sicherheit
Zur Sicherheitslage in der
Stadt ist zu sagen: Ich haette es mir schlimmer vorgestellt. Chicago ist
vermutlich sicherer als sein Ruf. Irgendwelche baengstigenden Szenen haben
sich mir niemals geboten. Polizeiautos sind nur zweimal mit Blaulicht irgenwo
aufgetaucht (eher schon Krankenwaegen oder Feuerwehr). Alles wirkte recht
freundlich. Allein in der Suedstadt scheint es noch ein Milleugebiet zu
geben, das man meiden sollte. Mit der U-Bahn hier durchzufahren ist aber
auch machbar. Das Gebiet muss (vermutlich) irgendwie suedlich von Cermark-Chinatown
und noerdlich von Sox-35th liegen (beides sind Redline Stationen). Was
einen zu Beginn vielleicht als Europaer irritiert ist der hohe Anteil Afroamerikaner,
die einen vielleicht an Filme mit Strassengangs erinnern moegen. Faktisch
sind aber in Chicago mehr Schwarze als Weisse. Hinzu kommen etliche Asiaten.
Wenn man aber bereit ist die Hautfarbe zu ignorieren stellt sich einem
alles recht natuerlich und freundlich dar und es erscheint einem nichts
sonderlich ungewoehnlich.
Chinatown
Die Chinatown im Sueden
(Station Cermark-Chinatown) ist uebrigens recht armseelig. Ein einziger
Strassenzug ist hier wirklich interessant. Kommt man von der Redlinestation
zu diesem Strassenzug (der durch entsprechendes Eingangsportal kenntlich
gemacht ist) findet man direkt (und ausserhalb auf der anderen Strassenseite)
das "Three Happiness". Ein Restaurant in dem man billig und gut Essen gehen
kann. Mit nur 8 Dollar bekommt man hier ein komplettes Abendessen (Getraenke
ausgenommen). Ich empfehle das Huehnchen Suess-Sauer. Ansonsten ist die
Chinatown allenfalls fuer sinnloses Shopping gut, z.B. die Ueberaschungsboxen.
Fuer 1 Dollar und in Zeitungspapier eingewickelte Kisten. Der Inhalt ist
oft eher seltsam als interessant und kaum 1 Dollar wert ... obwohl er im
Laden oft einstmals mehr gekostet hat.
What Women Think
Wer den Kinofilm "What Women
Think" mit Mel Gibson anschaut (laeuft bei uns irgendwann 2001 im Fruehjahr
an ... vermutlich unter anderem Titel) der sieht einige interessante Szenen
direkt von Chicago. Die meissten Ecken kann man mit etwas suchen auch wiederfinden.
Das Wohnhaus von Mel Gibson aus dem Film findet sich etwa 2200 N etwa 1E/1W
(den genauen Ort weiss ich auch hier nichtmehr obwohl ich es wiederfinden
wuerde). Die Szenen aus Chinatown in dem Film wirken uebrigens viel interessanter
als die Chinatown in wirklichkeit ist. Der Film empfiehlt sich somit vor
oder nach dem Urlaub in Chicago als kleine interessante Erinnerung. Inhaltlich
ist er auch ganz nett und aushaltbar. Die Szene mit dem Foehn ist jedoch
befremdlich, denn in den USA haben inzwischen saemtliche Foehns an ihrem
Stecker einen Fehlerschutzschalter. :-)
Serien in Chicago
Andere nette Filme und Serien
die in Chicago spielen und im Zusammenhang mit einer Reise dorthin vielleicht
zu empfehlen waeren, sind auf jeden Fall die Blues Brothers. Den Platz
an dem zum Ende des Films alles gipfelt, hab ich allerdings ehrlichgesagt
nicht wiedergefunden. Waere mal eine Aufgabe. Auch die Serien "Allein gegen
die Zukunft" (Early Edition" in denen ein Mann immer die Ausgabe der Chicago
Sun-Times vom naechsten Tag erhaelt, spielt in Chicago. Auch Emergency
Room spielt meines wissens in Chicago, genauso wie Chicago Hope natuerlich.
Flug & Zeitzone
Zum Flug ist noch zu sagen:
Von Deutschland aus liegt Chicago hinter der Zeit zurueck. Wenn es also
in Deutschland 10 Uhr morgens ist, ist es in Chicago 3 Uhr nachts. Der
Flug dauert von Deutschland nach Chicago etwa 9 Stunden und zurueck etwa
8 Stunden. Hat man den Zwischenstop in den USA so muss man auf dem Hinflug
das Gepaeck auf jeden Fall auschecken und wieder einschecken und dazwischen
durch Imigration und Zollkontrolle (in der gehandhabten Praxis total idiotisch).
Tip fuer die Gruenen Immigrationszettel: Vorsicht in der ersten Zeile,
da steht NICHT das Geburtsdatum. :-) Der Jetlag ist uebrigens nur ein Problem
beim Rueckflug. Dann gilt es tagsueber nicht versehentlich zuviel zu schlafen
und lieber frueh ins Bett und frueh Aufstehen.