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Internetstreik
für ein offenes Netz für Jedermann


Es gbt eine ganze Reihe von Aktionen und Streik Themen im Internet und darum herum. Teilweise plädieren sie für ein unzensiertes freiheitliches Netz ohne Randgruppenausgrenzung und Meinnugsdiktatur, teilweise aggieren sie um unserer aller Privatsphäre und Intimität zu bewahren und eine neuere Welle tritt dafür ein daß Internetsurfen nicht kommerziell vom Telekom-Monopol ausgebeutet wird sondern wieder finanzierbar wird. Dazu die wichtigsten Links zum weiterlesen:

 
 Internetboykot gegen Telefongebührenwucher der Telekom (Schlagwort: "Internetstreik") 
ZWECK: Millionenverluste der Telekom durch den Boykott
ZIEL: Wieder Senkung der Ortgesprächsgebühren (Surfergebühren) auf 1 DM pro Stunde (ein durchaus fairer Preis).
STATUS: Bei weitem nicht erfolgreich wie in anderen Ländern, die Telekom reagiert bisher nicht.
ZUKUNFT: Ab 1999 wird die Telekom aber wohl auch im Ortgesprächbereich von der Konkurenz attackiert werden und dann werden vermutlich auch hier in absehbarer Zeit die Preise purzeln.

Hintergrund: Die Telekom hat noch (!) ein absolutes Monopol auf die sogenannten "Last Mile". Das ist sind die letzten Kilometer der Verbindungsleitung bis zum Haushalt. Diese Leitungen hat nur die Telekom und jeder andere Anbieter muß sie ggf. von ihr mieten. Orstgespräche benutzen fast ausschließlich diese "Last Mile"-Leitungen. Wer hier billig anbieten will ist direkte auf die Telekom angewiesen und die Telekom sorgt dafür daß sie hier niemand unterbieten kann (sofern die Aufsichtsbehoere ihr nicht zusehr auf die Finger klopft). Indess verdient die Telekom gerade im Ortsgesprächsbereich Unsummen, da diese im Vergleich mit Fernverbindungen extrem teuer sind. Deshalb muß hier wieder eine allgemeinverträgliche Lösung geschaffen werden, wie z.B.: Extreme Preissenkungen für eine kleine Anzahl vorwählbarer Nummern die vorallem für lange Telefongespräche genutzt werden (20 Minuten und länger).

Der Steik eine Farse? Wohl kaum, denn er ist allen Unkenrufen zum Trotz durchaus berechtigt. Auch wenn es immer wieder anders verlautbart wird: Deutschland ist im Ortgespraechbereich weitaus teurer als andere Länder (z.B. USA) und keineswegs billiger was die Ferngespraeche angeht. Natürlich kann man alle Zahlen schönrechnen und das macht gerade die Telekom exzessive und die Kunden glauben es, was bleibt auch übrig. Die Kehrseite der Medaille: Die Telekom muß auch schauen wo sie bleibt und ist als wirtschaftsunternehmen darauf angewiesen Gewinne einzufahren wo sie nur kann. Trotzdem: Gerade im Zusammenhang mit dem Streik sind viele Kritiken laut geworden die einigermaßen naiv und polemisch waren. Ganz der deutschen Haltung entsprechend: Ich bin halt auf jeden Fall dagegen, gegen was auch immer.

Somit hat der Streik nicht viel bewegt, aber das hatte auch keiner wirklich erwartet. Es ging nicht darum die Welt mit einem Schlag zu verändern sondern sie ein bischen in die richtige Richtung zu drücken, bzw. seine eigene Rolle (als Kunden und Bezahler) sinnvoll zu vertreten. Das ist wohl auch stehengeblieben.

LINKS:


 
 
 

Andere laufende Aktionen:



 
 
BLUE RIBBON - FREE SPECH ONLINE
Zensur und Meinungsdiktatur haben wir in China und vielen anderen undemokratischen Staaten. Das Internet bietet neue Möglichkeiten, genauso wie Radiosender (sei es à la Radio Free Europe oder wie ein Untergrundsender). Mit dem Internet kann jeder seine Meinung frei und unzensierbar Kundtun. Randgruppen können sich darstellen und Leute können sich unbehelligt über alles informieren das sie angeht und interessiert. Das soll auch so bleiben. Wenn man beginnt das Internet zu zensieren dann wird man das Internet zerstören.

Ein Problem stellen dabei restriktive Einschränkungen da, die alles zensieren und verbieten wollen das "unsittlich" ist. Was aber nun "unsittlich" heißt dürfte kaum für die ganze Welt diktierbar sein. Im Iran müßten die Playmates verschleiert sein, in den USA müßten sie angezogen sein und in Brasilien vielleicht überhauptnicht. Die Meinungen gehen hier weit auseinander. Ist es etwa unsittlich Webseiten über Verhütung und Aids zu schalten oder sind Schwule und ihre Probleme unsittlich? Ist etwa sogar die abbildung nackter Antiker Figuren unsittlich, die man auf der anderen Seite überall auf den Straßen bewundern kann. Fragen über Fragen, aber eines erscheint sicher: Die vielgeprießene universelle Moral existiert schlichtweg nicht, wie also könnte man ihr entsprechend Dinge verbieten?



 

PROTEST GEGEN DAS TKG
KEIN KRYPTOVERBOT
GOLDEN KEY
 

Der neue Trend lautet: Verschlüsseln. Die privaten Emails sollte man ebenso verschlüsseln wie vertrauliche Unterlagen. Nur durch Verschlüsselung werden Daten nicht für jeden Einsehbar und können nicht mißbraucht werden. Genauso wie man eine Türe absperrt oder eine EC-Karte verschlüsselt, sollte man auch andere Dinge des täglichen Lebens verschlüsseln und verschlüsseln dürfen. Die Privatsphäre muß Privat bleiben. Wie beim Postgeheimnis muß es auch ein Emailgeheimnis geben. Technisch sind unverschlüsselte Emails aber öffentlicher als eine Postkarte und können von vielen einfach gelesen werden. Daß und starke (und somit gute) Verschlüsselung nun zum Teil sogar durch Gesetze verboten werden soll ist nicht hinnehmbar. Schon heute werden die Netze von Geheimdiensten überwacht und jeder einzelne von uns ausspioniert. In Zukunft, wenn fast jeder Bereich des Lebens über das Internet stattfinden wird, könnte daraus leicht ein Big Brother entstehen der uns als Gläsernen Menschen voll durchschauen kann ohne daß wir es merken können.

Das Argument der Kriminalitätsbekämpfung durch Verschlüsselungsverbot ist inkompetentes Geschwafel. Profi verschlüsseln und verstecken heute bereits ohne daß dies erkennbar oder nachweisbar wäre. Die Folge: Verbietet man Verschlüsselung so trifft das den Normalbürger und läßt die Profis kalt. Mehr noch: Die wirklichen Kriminellen können einen Vorteil aus dem Verschlüsselungsverbot ziehen, denn sie können die braven Bürger dann ohne Hindernisse ausspionieren und mißbrauchen.

Allmählich scheint man dies zu erkennen, denn der naive leichtsinnige Umgang mit Alltagsinformationen wie auch sensiblen Daten wird zunehmend kritischer. In den letzten Jahren entstanden deutschen Unternehmen Milliardenverluste durch Industriespionage. Und wieviel Geld haben sie schon verbraten weil jemand der zuviel von Ihnen wußte ihnen irgendwas sinnloses augeschwatzt hat?



 
ANYBROWSER
Das WWW und Internet ist groß geworden als ein flexibles und universelles Medium das für ALLE Beteiligten die gleichen Möglichkeiten bot. Heutiger Schnick-Schnack Wahn der vorallem durch inkompetente notgaile Graphikdesigner, die nur zufällig Webpages machen, betrieben wird hat dazu geführt, daß wir nurnoch 50% der Webseiten komplett ansehen können, jede dritte Seite scheiße aussieht, weil wir uns erdreisten zufällig den falschen Browser zu haben der nur die standardisierten Befehle beherscht und wir die Hälfte der Online-Zeit mit dem Downloaden neuer Plugins verbringen. Eine Webseite ist KEIN Prospekt und muß garnicht exakt und hyperbunt-toll aufgebaut sein. Wenn ich tolle Bilder will geh ich in eine Gallery oder häng mir welche an die Wand. Webseiten müssen vorallem funktionell sein und dazu gehört daß man sie möglichst mit JEDEM Browser anschauen kann.

Für mich zählt dabei vorallem der gute Wille. Das gutes HTML zu einem vertretbaren Aufwand nicht immer möglich ist, hat sich in letzter Zeit offenbart. Will man nämlich nicht jede Seite komplett von Hand bearbeiten, so ist man auf Hilfsmittel angewiesen und leider produzieren diese Hilfsmittel ganz unnötigerweise schlechtes HTML das manchmal sogar falsch ist. Trotzdem sollte man sich dessen bewußt sein und nicht aus Ignoranz heraus Schrott produzieren, der dann für einen Teil der User zu einem unnötig frustrierenden Erlebnis wird.



 
DELETE INTERNET EXPLORER! NOW!
 
Microsoft kann sich theoretisch zwar alles und jeden kaufen ... aber eben nur theoretisch. Mit der aggresiven Durchsetzung von Windows98 und dem damit fest verkoppelten Internet Explorers ist Microsoft einen Schritt zu weit gegangen. Bei seinem Eroberungskurs auf dem Weg zur Weltherrschaft soll sich Bill Gates hier wenigstens eine blutige Nase holen. Deshalb selbstbestimmt handeln und nicht bevormunden lassen. Den IE löschen und selbst installieren was man gerne haben will.

Wie groß der Machtanspruch von Microsoft schon war zeigte sich bei den Gerichtsverhandlungen in den USA. Hier sprachen diverse Unternehmen (darunter auch Partner des Unternehmens) davon erpreßt worden zu sein. Die Vorherrschaft von Microsoft hatte dazu geführt, daß sie fast alles diktieren konnten und sich den Rest einfach kauften. Dem Endkunden indess wurde erklärt daß die Produkte alle toll, bunt, sicher und das Bestmögliche seien. Zumindest das mit dem bunt stimmt, der Rest ist indess recht fragwürdig. Letztlich haben wir also für teures Geld Zeugs kaufen müssen, das wesentlich besser hätte sein können. Leider aber war die Konkurenz aus dem Rennen erpreßt und gekauft worden, sodaß niemals ein ernsthafter Wettbewerb in Schwung kam und der Kunde niemals die Chance bekam selbst zu vergleichen und zu entscheiden.

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