| Kommando | Beispiel | Erklärung |
| ftp | ftp ftp.uni-stuttgart.de | Mit diesem Befehl wird (allerdings nur bei UNIX) eine FTP-Sitzung gestartet.
Dabei kann man gleich den zu kontaktierenden Rechner mit angeben.
Bei DOS, Windows, Apple, etc. ist man aber darauf angewiesen ein eigenes FTP Client Programm zu installieren und aufzurufen. Dies kann im einzelnen sehr unterschiedlich funktionieren. (Siehe auch [Toolbox]) |
| open | open ftp.uni-stuttgart.de | Wenn man das FTP Programm bereits gestartet hat kann man dadurch eine Verbindung zu einem bestimmten FTP Rechner auf. |
| close | close | Schließt eine bestehende FTP Verbindung |
| bye | bye | Schließt alle bestehenden FTP Verbindungen und beendet das Programm |
| ascii | ascii | Schaltet um auf ASCII Übertragung (Text, 7-bit). Diese Übertragungsform
ist für nur-Text gut geeignet, verstümmelt aber alle Binärdatein
(wie Programme oder Bilder).
Vorallem wenn zwischen Rechnern unterschiedlichen Typs transferiert wird, sollte reiner Text im ASCII Mode übertragen werden, sonst gibt es Steuerzeichensalat. (Typische Endungen für ASCII Dateien sind ".txt" und ".html" |
| binary | binary | Schaltet um auf binäre Übertragung (8-bit), wie sie für die Übertragung von allen nicht aus purem Text bestehenden Dateien notwendig ist (Programme, Bilder, Sounds, aber auch Worddokumente). Im allgemeinen ist es sicherer, lieber alles als Binary zu übertragen als versehentlich eine Binärdatei als ASCII zu übertragen. |
| cd | cd pub/sounds
cd .. |
Der CD (change directory) Befehl funktioniert wie bei DOS oder in Unix-Shells.
Wichtiger Unterschied gegenüber DOS: Die Schrägstriche laufen
bei FTP (und Unix) immer nach Rechts (also "slash"-Zeichen).
Im linken Beispiel wird erst ins Unterdirectory pub und dort gleich ins Unterdirectory sounds gewechselt. Um wieder eine Eben weiter nach oben zu kommen kann man ".." verwenden, wie im zweiten Beispiel links. (siehe auch: Grundsätzliche Funktion eines Filesystems in [Computertechnik]) |
| prompt | prompt | Schaltet den interaktiven Bearbeitungsmodus an oder aus. Bei interaktiver Bearbeitung wird bei Befehlen wie "mget" für jedes einzelne File gefragt ob man dieses übertragen will oder nicht (das kann nerven). Wenn man sich über solche Dinge sicher ist, schaltet man in den nicht interaktiven Modus und kann dadurch ohne lästige Nachfragen viele Files automatisch übertragen lassen. |
| get | get ducktales01.wav
get ducktales01.wav duck.wav |
Holt ein File vom Server. Auf den Befehl hin wird das File übertragen
(was eine Weile dauern kann). Beim linken Beispiel wird das File "ducktales01.wav"
geholt.
Wenn man das File auf dem lokalen Rechner unter einem anderen Namen speichern will, so kann man diesen als zweiten Paramter angeben, wie beim zweiten Beispiel gezeigt. Das kann notwendig sein, wenn der lokale Rechner nur mit 8+3 langen Filenamen zurechtkommt. (siehe auch: : Grundsätzliche Funktion eines Filesystems in [Computertechnik]) |
| mget | mget *.au | Macht dasselbe wie get nur daß es "wildcards" also "*" und "?" akzeptiert mit denen eine ganze Palette an Files bezeichnet werden kann. Im linken Beispiel würde die Anfrage auf alle Files mit der Endung ".au" zutreffen. |
| put | put micky.mov
put micky.mov micky-mouse.mov |
Im Gegensatz zu get schiebt put das File auf den Webserver hoch. (Der Übertragungsweg ist also genau andersherum.) Im Beispiel wird das File "micky.mov" vom lokalen Rechner auf den Server schoben. Im zweiten Beispiel wird das File gleichzeitig umbenannt. |
| mput | mput *.avi | Macht das selbe wie put nur sind hier wieder Wildcards zulässig und man kann eine ganze Reihe von Files zum Server übertragen. Im Beispiel werden alle Files mit der Endung ".avi" übertragen. |
| del | del draft.txt | Mit del wird ein File auf dem Webserver gelöscht. Im Beispiel wird das File "draft.txt" gelöscht. Man sollte vorsichtig sein, denn das File ist nicht wieder herzustellen sondern sofort ein für allemal weg. |
| mdel | mdel *.exe | Löscht eine ganze Reihe von Files auf dem Webserver indem es Wildcards erlaubt. Im Beispiel werden alle Files mit Endung "*.exe" gelöscht. |
| ls | ls | Dies entspricht dem Unix ls Befehl (ls = list) und stellt den Inhalt des aktuellen Directories kurz und bündig dar. (Ausgabe hängt vom Servertyp ab.) |
| dir | dir | Entspricht in etwa dem DOS "dir" Befehl (dir = direcotry) und listet den Inhalt des Directories etwas detailierter auf. (Ausgabe hängt vom Servertyp ab.) |
| help
? |
help
help mget
? |
Ruft die Hilfefunktion des FTP Servers auf und listet alle verfügbaren
FTP Kommandos auf. Meist kann man durch Angabe eines bestimmten Kommandos
mehr Informationen über dieses Kommando erhalten. Dies wird im zweiten
Beispiel demonstriert, wo mehr Informationen über das "mget" Kommando
abgerufen werden.
Statt "help" läßt sich meißt auch das Fragezeichen verwenden um die Hilfe aufzurufen. |
| ! | !
!ls
!cd .. |
Mit dem "!" lassen sich Kommandos auf dem lokalen Rechner ausführen
während eine Verbindung zum FTP Server bestehen bleibt. Gibt man nur
"!" ein, so kommt man aus der FTP Session heraus ohne diese abzubrechen
und kann dann lokal verschiedene Kommandos ausführen. Wieder zurück
kommt man durch die Eingabe von "exit".
Man kann aber direkt nach dem "!" auch ein einzelnes Kommando eingeben das dann lokal ausgeführt wird. Danach ist man sofort wieder in der FTP Session. Das kann praktisch sein um z.B. das lokale Directory anzusehen oder zu wechseln, wie hier in den letzten zwei Beispielen gezeigt. |