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Was braucht man alles zum Surfen?

Ich will jetzt aber einfach nur surfen! Was brauch ich da und wie geht das?
Ein paar Tips und Hinweise in Kürze und zum schnellen Einstieg.
HIER STEHT ABER KEINE UNIVERSELLE PRÄZISE ANLEITUNG!!
(Es gibt auch eine Erklärung wie man unter Windows eine PPP Verbindung ohne zusätzliche Software aufbaut)


Die erste Frage sollte lauten: WIE LIEST DU DAS HIER EIGENTLICH. Wenn Dir nicht ein Freund das hier ausgedruckt oder auf eine Diskette abgespeichert hat, dann tust Du ja genau das was Du willst, nämlich surfen.

Wir schränken den Wunsch also gleich etwas ein: Du willst von daheim aus surfen, weil Du es bisher nur in der Uni oder in einem Internetcafe kannst.
 
 

Ein Computer

Das ist (fast) kein Problem, aber einiges ist dazu schon notwendig. Als erstes brauchst Du einen Computer. Es braucht kein ganz neuer zu sein, aber älter als etwa 4 bis 7 Jahre sollte er auch nicht sein. Es gibt verschiedene Hersteller mit ganz unterschiedlichen Computern. Mit fast allen kann man auch ins Internet. Zum Beispiel bietet Apple sehr gute Rechner an (sogenannte Macs). Wir beschäftigen uns aber einmal mit den weit verbreiteten PCs (Personal Computern). Es ist hierbei wenigstens ein 486er (80486) zu empfehlen oder ein Pentium Rechner (oder eben etwas noch neueres). Ein 386er oder ein 286er hingegen sind eigentlich zu langsam für die meisten Anforderungen. Er sollte auch ein bischen Hauptspeicher (auch Arbeitsspeicher oder  RAM genannt) haben. Arbeitsspeicher ist der Speicher in dem der Rechner kurzfristig Daten ablegen kann und der beim Ausschalten des Rechners gelöscht wird. Von diesem Arbeitsspeicher sollte er wenigstens 16 MB haben, besser sind aber 32 MB oder 64 MB. Dieser Speicher ist nicht teuer und wenn man davon etwas mehr hat, dann laufen die Programme auch schneller. Diesen Speicher kann man auch nachträglich noch hinzukaufen. Wende Dich ggf. an einen Fachhändler der Dich beraten kann (falls Du so einen findest).
 
 

Ein Betriebssystem

Sagen wir daß Du so einen Rechner hast, dann hast Du vermutlich auch ein Betriebssystem darauf (wie zum Beispiel Windows oder DOS). Windows ist sehr verbreitet und nicht unpraktisch aber es gibt sicherlich wesentlich bessere Betriebssysteme, wie zum Beispiel Linux. Wer sich etwas mehr mit seinem Computer beschäftigen will und schon etwas mehr Ahnung hat, der sollte unbedingt mal Linux ausprobieren. Auf vielen PCs ist aber Windows installiert. In allen neueren Windows Versionen ist bereits die Möglichkeit eingebaut sich ins Internet ein zu wählen. Man braucht KEINE besondere Zugangssoftware, wie sie einem von vielen Anbietern kostenlos aufgedrängt wird, um sich ins Internet einwählen zu können! (siehe ggf. auch PPP mit Windows)
 

Das Modem

Als nächstes braucht man eine Verbindung zum Internet. Das funktioniert über ein sogenanntes Modem, welches ein kleiner Kasten sein kann der mit dem Computer und der Telefonsteckdose verbunden ist, oder aber das Modem steckt schon im Computer drinnen. Mit dem Modem kann der Computer über das Telefonnetz telefonieren. Damit der Computer auch weiß wie er das machen kann gibt es spezielle Programme die wissen wie man mit dem Modem umgehen muß. Bei Windows 95 / NT nennt sich das zum Beispiel "DFÜ-Netzwerk" oder "Dial-up Networking". Diese Programme wissen dann auch gleich noch wie die Datenübermittlung im Internet funktioniert und können diese entsprechend steuern und organisieren. Nun aber nochmal zurück zum Modem. Damit kann der Computer lediglich eine bestimmte Telefonnummer anrufen. Um nun wirklich einen Kontakt zum Internet her zu stellen, muß unter dieser Nummer auch ein Rechner auf den Anruf warten und ihn entgegennehmen. Über die Telefonleitung können sich jetzt beide Rechner miteinander verbinden und Daten austauschen. Das allein nützt auch noch wenig. Damit man jetzt wirklich ans Internet angeschlossen ist, muß der entfernet Rechner (remote Rechner) selbst direkt ans Internet angeschlossen sein.
 

Die Verbindung zum Internet

Diesen Service bieten sogenannte "Provider" also Anbieter für Internet. Sie haben Telefonnummern an denen Modems hängen die mit Rechnern verbunden sind, die direkt am Internet hängen. Wenn man sich jetzt also mit dem Providerrechner verbindet, verbindet man sich damit auch mit dem Internet. Der eigene Rechner ist dann über die Telefonleitung mit dem Internet verbunden. Dieses "Verbinden über die Telefonverbindung" nennt sich "PPP"-Verbindung (Point to Point Protocol). Mit einer PPP Verbindung kann man arbeiten als sei man direkt ans Internet angeschlossen, obwohl eine Telefonleitung dazwischen hängt. Der Rechner kümmert sich automatisch um die korrekte Übermittlung der Daten.
 

Der Provider

Um sich ins Internet einwählen zu können braucht man also einen "Provider". Dieser verlangt für diesen Service Geld. Je nach Provider zahlt man mehr oder weniger Geld. Manche Provider verlangen einmalige Anmeldegebühren, monatliche Pauschalen, manche pro Stunde Verbindungszeit einen bestimmten Betrag, manche pro übertragener Datenmenge einen bestimmten Betrag. Welcher Provider für einen am günstigsten ist muß man selbst ausknobeln. Grundsätzlich sollte man sich aber von hohen Anmeldegebühren und monatlichen Pauschalen nicht abschrecken lassen, da man mit ihnen oft billiger wegkommt. Man sollte aber auch nicht vergessen, daß man während man mit dem Provider verbunden ist, ganz normale Telefongebühren auch noch zahlen muß. Ein Provider den man über eine Nummer im Ortsnetz erreicht ist damit billiger als ein Provider den man nur per Ferngespräch erreicht. Natürlich kann man auch für die Telefonverbindung unterschiedliche Anbieter wählen (neben der Telekom gibt es ja seit 1998 auch andere Anbieter). Wenn man Anbieter speziell zum Internetsurfen finden kann ist das vorteilhaft. Diese sollten dann für lange Ortsgespräche wenig Geld verlangen und nur einen Mindestgesprächumsatz oder eine Monatspauschale.

Wenn man einen der großen Internet Provider wählt um sich ins Internet verbinden zu lassen, wird man meist umfangreiche Hilfe bekommen, wie man seinen Rechner genau einstellen muß (konfigurieren) damit die Netzverbindung klappt. Damit kommt auch der Laie zurecht. Leider bieten diesen Service vorallem Provider die an sich sehr teuer sind. Wenn man also jemanden kennt der einem den Anschluß einrichtet oder selbst denkt herauszufinden wie es funktioniert, kann man ruhig einen kleinen billigen Provider suchen. Übrigens bieten die meisten Universitäten für ihre Studenten kostenslose Internetzugänge. Man sollte sich dazu also mal umhören, wenn man Student ist.

(siehe auch: Was bietet ein Provider / Angaben vom Provider)
 

Programme um das Internet zu benutzen

Wenn man nun also ein Computer, ein Modem und einen Provider hat, kann man sich mit dem Internet verbinden. Wunderbar! Aber was nun! Die Verbindung alleine nützt nämlich noch nicht viel. Man braucht auch noch ein paar Programme die überhaupt wissen wie man Daten aus dem Internet holt und vorallem wie man sie darstellt und verwendet. (Für eine Übersicht nützlicher Software siehe die +Linkfos/Toolbox+) Ein solches Programm ist ein WWW-Browser (in einem solchigen liest Du diesen Text hier wahrscheinlich gerade). Mit einem WWW-Browser kann man Angebote und Informationen im World Wide Web abrufen und bekommt diese (mitsamt Bilder etc.) auch optisch dargestellt. Ein sehr guter und weit verbreiteter Browser ist dabei der Netscape Communicator. Ihn gibt es für den privaten Gebrauch (also außer zum kommerziellen Einsatz für Firmen) kostenlos .... auch im Internet, aber natürlich muß man da erstmal herankommen. Leider nehmen immer mehr Leute das Konkurenzprodukt von Microsoft, den sogenannten Internet Explorer. Der Grund ist nicht etwa, daß der Internet Explorer (kurz IE) besser wäre, sondern weil er bereits auf den meisten Rechnern vorinstalliert ist. Die Verwendung ist also reine Bequemlichkeit. Experten, Informatiker und Profis verwenden den IE jedoch sogut wie nie. Das liegt zum Teil an dem rechtswidrigen Verhalten von Microsoft bei der Verbreitung des IE und an Vorbehalten gegenüber Microsoft. Genaugenommen ist der IE keinesfalls besser als der Netscape Communicator und teilweise sogar schlechter. Benutzen kann man ihn natürlich trotzdem. Wer also bequem sein will nimmt diesen. Wer selbst entscheiden will nimmt ggf. einen anderen.
 

Spezielle Webbrowser

Es gibt noch eine Reihe von anderen WWW Browsern, allerdings beherrschen diese dann nicht die neuesten Entwicklungen bei den Webpages und bieten keine zusätzlichen Möglichkeiten wie z.B. Email und Newsgroups. Sie haben aber ander Vorteile, denn sie sind oft kleiner, schneller und robuster. Ein guter solcher Browser ist Opera, jedoch kostet dieser etwa 70 Mark (die sich aber schnell wieder lohnen können). Ein anderer ist Suns Browser Hotjava, der fast komplett in Java geschrieben und extrem klein und flexibel ist ... leider durch Java nicht ganz so schnell, dafür aber kostenlos. Eine gute Alternative bietet auch Lynx. Dieser Browser kann nur Text (und Links) anzeigen. Um schnell informative Seiten an zu sehen ist er also sehr gut geeignet. Um umfangreich gelayoutete (sinnlose) seiten optisch gut dar zu stellen hingegen ist er sicher nicht geeignet. Auch diesen Browser gibt es kostenlos für praktisch alle Betriebssysteme. Es gibt auch noch einen offiziellen Browser. Dieser kennt nur standardisierte Webseitengestaltung und kann damit nicht die diversen Eigenentwicklungen von Netscape oder Microsoft, jedoch arbeitet er korrekt und funktionell. Der ehemalige offizielle Browser war Arena, der aktuelle ist Amaya. Für die korrekte Darstellung von internationalen Schriftzeichen (zum Beispiel japanische Schriftzeichen auf japanischen Homepages) ist besonders der Browser Tango zu empfehlen. Allerdings kostet der etwa 80 Mark. Es gibt auch völlig veraltete Browser wie etwa Mosaic, der nichtmehr weiterentwickelt wird und es gibt abgedrehte Browser die allenfalls interessant aber nicht nützlich sind, wie zum Beispiel der Webstalker. (Mehr Infos zum Thema Webbrowser gibts auch im Bereich +Linkfos/Toolbox+ in +Linkfos/Toolbox/Webbroser+)
 

Für alte Rechner ist auch alte Software gut

Bis auf Amaya und Arena sind alle Browser so konzipiert, daß sie sich recht leicht installieren lassen. Übrigens ist es nicht unbedingt sinnvoll immer den neuesten Browser zu installieren. Besonders für ältere Rechner empfiehlt es sich auch auf ältere Versionen der Browser zurück zu greifen. Diese älteren Versionen können auch fast alles was die neueren können und laufen dafür auf älteren Rechnern wesentlich schneller und besser. Wenn man sich also ärgert warum Browser oder Internet anscheinend so furchtbar langsam sind, dann sollte man sich fragen ob es nicht am eigenen Rechner liegt. Lieber mal eine ältere Version probieren, oder einen der kleineren Browser wie Lynx oder Opera. Und man wird sich plötzlich wundern wie alles nur so flutscht.
 

Und los gehts!

Hauptsache nun aber, man hat irgendeinen Browser gefunden mit dem man zufrieden ist. Ja und jetzt .... jetzt kanns eigentlich los gehen. Die Frage ist aber wohin. Wenn man eine Adresse (sogenannte URL) hat wo man hin will dann gibt man sie einfach im Adressfeld des Browsers ein. Dieses heisst entweder URL oder Location oder irgendwie so .... und befindet sich ziemlich weit oben beim Programm. Eine gute Adresse für den Einstieg ist zum Beispiel "http://www.yahoo.com/" oder das deutsche Pendant "http://www.yahoo.de/" (Mehr Infos zum Suchen von bestimmten Dingen gibts in +Linkfos / World in my Hand+)

Natürlich gibts noch viel viel mehr Möglichkeiten im Internet als das blose surfen. Und leider war das hier auch keine vollständige Anleitung wie man alles im Detail macht, aber eine solche Anleitung wäre dann wohl 100 Seiten lang würde tausende von verschiedenen Varianten (Rechnettypen, Betriebssysteme, Programme) enthalten und wäre bald schon wieder veraltet.


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